| 7. November 2009 | ||
| 10:00 | bis | 12:30 |
Ort: Waldwiesen-Sportplatz, Hamburger Chaussee 79, Waldwiese
Auftaktrede: OB Torsten Albig
Erstmalig ruft die Landeshauptstadt Kiel ihre Bürgerinnen und Bürger zu einer besonderen Art des Gedenkens auf:
Anlässlich des Jahrestages des Kieler Matrosenaufstandes wird der historische Demonstrationszug vom 3. November 1918 in jährlicher Abfolge in Teilabschnitten nachvollzogen. Mit dieser Gedenkveranstaltung unter dem Titel „Vom Aufstand zur Demokratie“ sollen die Ereignisse des Novembers 1918 wieder verstärkt in das Bewusstsein der Kielerinnen und Kieler gebracht werden. Was als eine Meuterei der Matrosen gegen einen sinnlosen Kriegseinsatz begann, entwickelte sich zu einer revolutionären Bewegung, die das gesamte deutsche Reich erfasste und mit der Abdankung des Kaisers und der Entstehung der Weimarer Republik endete. Ein gemeinsamer Marsch wird so zum lebendigen Gedenken an ein herausragendes Ereignis der Kieler Stadtgeschichte und der Geschichte der Demokratie.
In diesem Jahr startet der Demonstrationszug an der Waldwiese. Von dort aus führt der Weg über das Sophienblatt zum Hauptbahnhof. Mit einer Abschlusskundgebung endet die Demonstration auf dem Bahnhofsplatz, unter anderem mit musikalischen Beiträgen des Ernst Busch Chors Kiel und einem Ausschnitt aus dem Stück „Neunzehnachtzehn“ mit Ensemblemitgliedern des Kieler Schauspielhauses.
Veranstalter: Landeshauptstadt Kiel, Amt für Kultur und Weiterbildung
Andreas-Gayk-Str. 31, 24103 Kiel
Quelle: www.kiel.de/kultur

Sehr geehrte Damen und Herrn,
wenn auch der Sportplatz des VFB Kiel nicht der Anlaufpunkt des Demonstrationzuges der Matrosen, die hierher vom Wilhelmsplatz zogen, war, so befand sich das Ziel immerhin in unmittelbarer Nachbarschaft, nämlich im “Etablisiment Waldwiese” auf dem Grundstück der heutigen Ostseeklinik. Hier waren Soldaten im Feldlazarett (der große “Fehnsaal” war hierzu hergerichtet) untergebracht und die Revolutionäre animierten diejenigen Soldaten, die gehen konnten, sich ihnen anzuschließen.
Im Anschluß ging der Marsch weiter zum Exerzierplatz, der in unmittelbarer Nähe, dem heutigen”Grünen Herzen”, sich befand.
Mit freundlichem Gruß
Hartmut Eichelberg