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	<title>Mitmachen bei der Direkten Demokratie &#187; GRÜNE</title>
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		<title>Keine Korruption in Kiel – ehrlich</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 10:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gern erinnern sich Ratsleute von SPD und &#8220;Gr&#252;nen&#8221;, wie Ratsfrau Hirdes aktuell im Zusammenhang mit dem abgelehnten Beitritt zu Transpareny International, dass ausgerechnet die kleinste Fraktion, doch in diesem oder jenem Ausschuss  “die Gelegenheit” gehabt h&#228;tte  “zu hinterfragen, zu diskutieren, Stellung zu beziehen”.
Der Hinweis auf vermeindliche Vers&#228;umnisse ist nichts als billige Rhetorik. Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gern erinnern sich Ratsleute von SPD und &#8220;Gr&#252;nen&#8221;, wie Ratsfrau Hirdes aktuell im Zusammenhang mit dem abgelehnten Beitritt zu Transpareny International, dass ausgerechnet die kleinste Fraktion, doch in diesem oder jenem Ausschuss  “die Gelegenheit” gehabt h&#228;tte  “zu hinterfragen, zu diskutieren, Stellung zu beziehen”.<br />
Der Hinweis auf vermeindliche Vers&#228;umnisse ist nichts als billige Rhetorik. Hier sollen am besten zwei Ehren&#228;mtler, das hinterfragen und diskutieren, was 30 Ehren&#228;mtler aus der Koorperation oft mehr schlecht als recht hinkriegen. Zudem ist beim Thema Korruption eine der  allerersten Pflicht des Oberb&#252;rgermeisters und seiner Verwaltung den Kieler B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern gegen&#252;ber angesprochen.<br />
<span id="more-1924"></span><br />
Frau Hirdes (Gr&#252;ne) unterstellt, unsere Fraktion h&#228;tte mit dem Antrag “suggerieren” wollen, “das die Verwaltung ein Korruptionssumpf ist.” Nun Frau Hirdes, dass sind ihre Gedanken und nicht unsere.</p>
<p>Unser Anliegen war und ist es, eine gr&#246;&#223;ere Sensibilit&#228;t bei diesem Thema zu schaffen, die dem Wesen der Korruption gerecht wird. Ihre plumpen Unterstellungen wecken erst unser  Misstrauen. Schlie&#223;lich zeichnen sich hier die  Parteien im Bundestag nunmehr seit 8 Jahren im Bundestag damit aus, das sie  der  UN-Konvention gegen Korruption die Ratifizierung verweigern.</p>
<p><em><strong>Quelle: <a href="http://www.dd-kiel.de/">Direkte Demokratie</a></strong></em></p>
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		<title>Innenstadt zu verkaufen</title>
		<link>http://mitmachen.dd-kiel.de/2011/02/21/innenstadt-zu-verkaufen/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 12:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kiels Kommunalpolitik gibt ihren Einfluss preis
Das geplante Innenstadt-Center (Rathausgalerie) passt in das Szenario. Auch in Kiel stagniert der Verbrauch, w&#228;hrend die Verkaufsfl&#228;chen mit einem neuen Center weiter wuchern. Die Innenstadt ruft schon seit l&#228;ngerem sichtbar nach Hilfe. Die Stadt Kiel hat kein Geld und keine eigenst&#228;ndige Idee, um gegenzusteuern. So hoffen Oberb&#252;rgermeister und B&#252;rgermeister darauf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kiels Kommunalpolitik gibt ihren Einfluss preis</strong><br />
Das geplante Innenstadt-Center (Rathausgalerie) passt in das Szenario. Auch in Kiel stagniert der Verbrauch, w&#228;hrend die Verkaufsfl&#228;chen mit einem neuen Center weiter wuchern. Die Innenstadt ruft schon seit l&#228;ngerem sichtbar nach Hilfe. Die Stadt Kiel hat kein Geld und keine eigenst&#228;ndige Idee, um gegenzusteuern. So hoffen Oberb&#252;rgermeister und B&#252;rgermeister darauf, dass Leben mit einem weiteren Center in die Innenstadt zur&#252;ckholen.<br />
<span id="more-1916"></span><br />
Die GEDO, Projektentwickler der Rathausgalerie, sagt: Wir bringen die L&#246;sung und begr&#252;nden ihr Festhalten an Kiel damit, dass sie an die Stadt glauben und sind sogar bereit die von der Stadt geforderten Wohnanteil zu erf&#252;llen.<br />
Bei n&#228;herem Hinsehen wird jedoch schnell deutlich, dass dies neue Center die geografische Mitte der Innenstadt besetzt und somit im Spiel der Kieler Innenstadtcenter eine Schl&#252;sselrolle innehat, die GEO allzu gern besetzen m&#246;chte.<br />
Das zur Innenstadt hin geschlossene Center ist keine Galerie, sondern steingewordene Politik. Der variable &#246;ffentliche Raum Innenstadt wird zum privaten Raum. Hier gilt nicht mehr, was die Stadt will, und damit B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, sondern das, was Eigent&#252;mer oder Vermieter wollen.<br />
Das geht nur, wenn beide Seiten (kommunale Politik und Centerentwickler) vorher gut zusammenspielen. F&#252;r das gute Zusammenspiel bringen Entwickler wie GEDO ihre langj&#228;hrigen Erfahrungen ein.</p>
<p>Walter Brune, St&#228;dteplaner und Architekt in D&#252;sseldorf, schreibt dazu ironisch, es sei durchaus „verst&#228;ndlich, wenn zum Beispiel ein Glaser, Anstreicher, Haustechniker, Lieferant, Baufirmeninhaber oder Statiker, der gleichzeitig Ratsmitglied einer Stadt ist, sich gern seine frierenden H&#228;nde an einem solchen Gro&#223;projekt w&#228;rmen m&#246;chte.“ (Angriff auf die City kritische Texte zur Konzeption, Planung und Wirkung von integrierten und nichtintegrierten Shopping Centern in zentralen Lagen, Droste Sachbuch, D&#252;sseldorf 2006).</p>
<p>Ein Beispiel f&#252;r das Zusammenwirken privatwirtschaftlicher und &#246;ffentlicher Institutionen und deren Vertretern bietet die im Jahr 2000 von ECE-Chef Alexander Otto gegr&#252;ndete Stiftung „Lebendige Stadt“ (http://www.lebendige-stadt.de) In ihr haben sich, laut Prospekt, „Ministerpr&#228;sidenten, Oberb&#252;rgermeister, Vorstandsvorsitzende, Forscher und Kulturschaffende zusammengefunden«, um die »Vielfalt (der europ&#228;ischen Stadt) zu f&#246;rdern“.</p>
<p>Die <em>Unterst&#252;tzer</em> finden sich in allen Parteien, Verwaltungen usw. (ein kleiner Ausschnitt):<br />
Dr. Hanspeter Georgi, Minister f&#252;r Wirtschaft und Arbeit a.D. Saarland (CDU)<br />
Dr. Karl-Heinz Daehre, Minister Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt (CDU)<br />
Joachim Herrmann, MdL, Innenminister Bayern (CSU)<br />
Lutz Lienenk&#228;mper, MdL, Stv. Vorsitzender CDU-Landtagsfraktion NRW<br />
Dr. Eva Lohse, Oberb&#252;rgermeisterin Ludwigshafen (CDU)<br />
Helma Orosz, Oberb&#252;rgermeisterin Dresden (CDU)<br />
Markus Ulbig, Innenminister Sachsen (CDU)<br />
Peter Harry Carstensen, MdL, Ministerpr&#228;sident Schleswig-Holstein (CDU)<br />
Wolfgang Schuster, Oberb&#252;rgermeister Stuttgart (CDU)<br />
Burkhard Jung, Oberb&#252;rgermeister Leipzig (SPD)<br />
Reinhard Pa&#223;, Oberb&#252;rgermeister Essen (SPD)<br />
J&#252;rgen Roters, Oberb&#252;rgermeister K&#246;ln (SPD)<br />
Norbert Bude, OB M&#246;nchengladbach (SPD)<br />
Dr. Albrecht Schr&#246;ter, Oberb&#252;rgermeister Jena (SPD)<br />
Matthias Platzeck, MdL, Ministerpr&#228;sident Brandenburg (SPD)<br />
Ingeborg Junge-Reyer, B&#252;rgermeisterin und Senatorin f&#252;r Stadtentwicklung Berlin (SPD)<br />
Gisela Piltz, MdB, Innen- und kommunalpolitische Sprecherin FDP-Bundestagsfraktion<br />
Dr. Dieter Salomon, Oberb&#252;rgermeister Freiburg (GR&#220;NE)<br />
Krista Sager (GR&#220;NE)<br />
Dr. Daniel Arnold, Vorstandsvorsitzender Deutsche Reihenhaus AG<br />
Dr. Gregor Bonin, Dezernat 03 – Planen und Bauen, D&#252;sseldorf<br />
Dr. Roland Gerschermann, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer F.A.Z. GmbH<br />
Folkert Kiepe, Beigeordneter Deutscher St&#228;dtetag<br />
Matthias Kohlbecker, Kohlbecker Architekten &#038; Ingenieure Prof. Dr. Rainer P. Lademann, Gesellschaft f&#252;r Unternehmens- und Kommunalberatung mbH<br />
Hermann-Josef Lamberti, Vorstand Deutsche Bank<br />
Klaus-Peter M&#252;ller, Aufsichtsratsvorsitzender Commerzbank AG<br />
Prof. Dr. Burkhard Schwenker, Chairman Supervisory Board, Roland Berger Strategy Consultants<br />
Dr. Johannes Teyssen, CEO E.ON AG<br />
Prof. Christiane Thalgott, Stadtbaur&#228;tin i.R. M&#252;nchen<br />
Dr. Bernd Thiemann, Aufsichtsratsvorsitzender HRE Holding<br />
Prof. J&#246;rn Walter, Oberbaudirektor Hamburg<br />
(<a href="http://www.lebendige-stadt.de/pdf/journal21.pdf">Quelle</a>)</p>
<p><em><strong>Quelle: <a href="http://www.wirinkiel.net/">Wir in Kiel</a></strong></em></p>
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		<title>Gro&#223;e Anfrage: &#196;nderung des Bebauungsplans Nr. 755 Gr&#252;nfl&#228;che Hasenholz &#8211; Gaarden-S&#252;d/Vieburg</title>
		<link>http://mitmachen.dd-kiel.de/2011/02/17/grosse-anfrage-aenderung-des-bebauungsplans-nr-755-gruenflaeche-hasenholz-gaarden-sued-vieburg/</link>
		<comments>http://mitmachen.dd-kiel.de/2011/02/17/grosse-anfrage-aenderung-des-bebauungsplans-nr-755-gruenflaeche-hasenholz-gaarden-sued-vieburg/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 10:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ratsfraktion Direkte Demokratie
Gro&#223;e Anfrage f&#252;r die Ratsversammlung am 17. M&#228;rz 2011
Drucksache 0166/2011
&#196;nderung des Bebauungsplans Nr. 755 Gr&#252;nfl&#228;che Hasenholz (Gaarden-S&#252;d/Vieburg, zwischen Holunderbusch und Krummbogen)
1. Einige wenige der AnwohnerInnen des Hasenholzes erfuhren von den Bebauungspl&#228;nen durch ein Schreiben der Stadt, in dem ihre Verkaufsabsichten f&#252;r Teile ihrer Grundst&#252;cke abgefragt wurden. H&#228;lt die Landeshauptstadt dieses Vorgehen f&#252;r geeignet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ratsfraktion Direkte Demokratie</strong><br />
<strong>Gro&#223;e Anfrage f&#252;r die Ratsversammlung am 17. M&#228;rz 2011<br />
Drucksache 0166/2011<br />
&#196;nderung des Bebauungsplans Nr. 755 Gr&#252;nfl&#228;che Hasenholz (Gaarden-S&#252;d/Vieburg, zwischen Holunderbusch und Krummbogen)</strong></p>
<p>1. Einige wenige der AnwohnerInnen des Hasenholzes erfuhren von den Bebauungspl&#228;nen durch ein Schreiben der Stadt, in dem ihre Verkaufsabsichten f&#252;r Teile ihrer Grundst&#252;cke abgefragt wurden. <strong>H&#228;lt die Landeshauptstadt dieses Vorgehen f&#252;r geeignet, um bei den B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern mehr Begeisterung f&#252;r Kommunales zu wecken?</strong></p>
<p>2. Bei einer gemeinsamen Ortsbesichtigung im Hasenholz im Sommer 2010 begr&#252;ndete B&#252;rgermeister Todeskino die Bebauungsabsicht mit der Notwendigkeit f&#252;r die Landeshauptstadt Kiel Geldeinnahmen zu erzielen, um Kindergartenpl&#228;tze zu bauen. <strong>Teilt die LH Kiel unsere Ansicht, dass es den von BM Todeskino suggerierten direkten Zusammenhang nicht gibt?</strong></p>
<p>3. Am 9.7.2009 formuliert OB Albig vor der RV: <em>Auch der Verkauf des kaum noch vorhandenen Tafelsilbers wird uns strukturell nicht weiterbringen. Denn die kurzzeitige Finanzspritze ist zwar bei der Schuldentilgung hilfreich. Unsere Schieflage in Sachen Ausgaben/Einnahmen bringt sie jedoch nicht ins Gleichgewicht zur&#252;ck und wird in wenigen Jahren auf den alten Wert zur&#252;ckkommen.</em> <strong>Teilt die LH Kiel diese Ansicht?</strong></p>
<p>4. Die potentiell mit der Hasenholzbebauung zu erzielenden Einnahmen sind f&#252;r die Stadt u.E. angesichts des riesigen Schuldenbergs der LH Kiel marginal. <strong>Teilt die LH Kiel unsere Bewertung?</strong></p>
<p>5. <strong>Wieviele Eingaben von B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern sind im Rahmen der fr&#252;hzeitigen &#214;ffentlichkeitsbeteiligung bei der Landeshauptstadt eingegangen?</strong></p>
<p>6. <strong>Wieviele der Eingaben haben sich gegen eine Bebauung ausgesprochen, wieviele gaben Anregungen f&#252;r eine Bebauung?</strong><br />
<span id="more-1897"></span><br />
7. Auf der Sitzung des Ortsbeirates Hassee/Vieburg am 11.01.2011, die eigentlich genutzt werden sollte, um die Vorstellungen der AnwohnerInnen zu diskutieren, wurde diese vom Ortsbeirat umfunktioniert, in dem er wesentlich Zeit daf&#252;r verwendete, Argumente f&#252;r eine Bebbauung darzustellen. <strong>Empfindet die Landeshauptstadt dieses Vorgehen als vorteilhaft f&#252;r die Bindung von B&#252;rgerInnen und Stadt?</strong></p>
<p>8. Der Ortsbeirat wurde von den AnwohnerInnen gebeten, die Position der AnwohnerInnen gegen&#252;ber Bauausschuss und anderen st&#228;dtischen Gremien darzustellen. Der Vorsitzendes des OBR, Herr Mallkowsky (SPD) weigerte sich diesem Wunsch nachzukommen ohne das es Widerspruch von Seiten der anderen anwesenden OBR-Mitglieder gab (SPD, GR&#220;NE, CDU, LINKE). In der GeschO der Kieler OBR heisst es dazu: Sie sollen das Interesse der B&#252;rgerinnen/B&#252;rger f&#252;r die ortsteilbezogenen Aufgaben wecken, Anregungen aufgreifen und selber Anregungen geben. Sie sollen aber auch die Verbindung der B&#252;rgerinnen/B&#252;rger zu ihrer Stadt st&#228;rken. Ihre Stellung gleicht einer Schaltstelle zwischen B&#252;rgerinnen/B&#252;rger und Stadt. Die Ortsbeir&#228;te wecken und organisieren die Initiative der B&#252;rgerinnen/B&#252;rger und bringen die &#246;rtlichen Probleme in Aussch&#252;ssen, Ratsversammlung und Verwaltung zur Sprache. <strong>Ist die Weigerung des OBR-Vorsitzenden mit der Aufgabenstellung der Ortsbeir&#228;te wie sie von der Gemeindeordnung, der Hauptsatzung und der Gesch&#228;ftsordnung der OBR definiert ist, vereinbar?</strong></p>
<p>9. In einem Schreiben von Ratsherr Hanns (SPD) an die baupolitischen Sprecher u.a. heisst es: <em>Zwei Jugendliche haben bez&#252;glich der geplanten &#196;nderungen im Bebauungsplan Nr. 155 -&#8221;Hasenholz&#8221; ihre Sicht der Kinder- und Jugendkommission zur Kenntnis gebracht. Eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist zwar rechtlich nicht zwingend, aus unserer Sicht aber dringend geboten, da die besagte Fl&#228;che u.U. intensiv von Kindern genutzt worden ist und weiterhin genutzt<br />
wird.</em> Wir sehen darin einen Widerspruch zu § 47f der Gemeindeordnung in dem es hei&#223;t: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen<br />
(1)Die Gemeinde muss bei Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen ber&#252;hren, diese in angemessener Weise beteiligen. Hierzu muss   die Gemeinde &#252;ber die Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner nach den §§ 16 a bis 16 f hinaus geeignete Verfahren entwickeln.<br />
(2)Bei der Durchf&#252;hrung von Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen ber&#252;hren, muss die Gemeinde in geeigneter Weise darlegen, wie sie diese Interessen ber&#252;cksichtigt und die Beteiligung nach Absatz 1 durchgef&#252;hrt hat.<br />
<strong>Teilt die LH Kiel unsere Einsch&#228;tzung, dass die rechtliche Bewertung von RH Hanns falsch ist? Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>10. Das o.a. Schreiben von RH Hanns erweckt den Eindruck, als wenn ein informelles Gespr&#228;ch von seiner Seite als Kinder- und Jugendbeteiligung gewertet wird. <strong>Teilt die Landeshauptstadt Kiel unsere Rechtsauffassung, dass ein derartiges Vorgehen nicht der Gemeindeordnung entspr&#228;che</strong> (siehe dazu auch die unsere Auffassung unterst&#252;tzende Darlegung bei Bracker, Dehn: Kommentar zur Gemeindeordnung, 7. Auflage, 2009)?</p>
<p>11. <strong>Teilt die Landeshauptstadt Kiel unsere Rechtsauffassung, dass es zur Durchf&#252;hrung einer der Gemeindeordnung entsprechenden Kinder- und Jugendbeteiligung eines Beschlusses der Ratsversammlung &#252;ber die Art des Verfahrens bedarf, wie es auch der o.a. Kommentar zur GO als zwingend empfiehlt?</strong></p>
<p>12. <strong>Teilt die LH Kiel unsere Rechtsauffassung, dass ein Fehlen einer Kinder- und Jugendbeteiligung ein Verstoss gegen die UN-Kinderrechtskonvention ist? Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>13. <strong>Teilt die LH Kiel unsere Auffassung, dass es sich beim Hasenholz nicht um eine Baul&#252;cke handelt sondern um eine Parkanlage mit Spielfl&#228;che, die im qualifizierten B-Plan Nr. 755 ausgewiesen ist und auch so genutzt wird?</strong></p>
<p>14. <strong>Warum wurde das Bauleitplanverfahren zum Hasenholz eingeleitet, obwohl sie nicht im aktuellen NFK Baulandbericht als Potentialfl&#228;che identifiziert ist?</strong></p>
<p>15. <strong>Wer hat das Hasenholz ins Gespr&#228;ch f&#252;r eine m&#246;gliche Bebauung gebracht?</strong></p>
<p>16. Wenn die Baulandnot in Kiel so gross ist: <strong>Warum wird die Erschlie&#223;ung von Krummbogen 82 seitens der Stadt nicht z&#252;gig vorangetrieben?</strong></p>
<p>17. Nach dem in seiner Pauschalheit unseres Erachtens umweltsch&#228;dlichen (Zerst&#246;rung Biotopverbund u.a.) Nachverdichtungskonzepts der LH Kiel soll einer Innenentwicklung (Baul&#252;ckenaktivierung) vor der weiteren Erschlie&#223;ung neuer Baufl&#228;chen im Au&#223;enbereich der Vorzug gegeben werden. <strong>Wie beurteilt die LH Kiel vor diesem Hintergrund die geplante Bebauung des Gr&#252;ffkamp in Friedrichsort (Eingriff in den Landschaftsschutz u.a.)?</strong></p>
<p>18. Die geplante Bebauung einer st&#228;dtischen Gr&#252;nfl&#228;che erscheint gerade vor dem Hintergrund der Leit- und Entwicklungsziele, die sich die Stadt Kiel selbst f&#252;r die Zukunft gesetzt hat, kontraproduktiv. In der Einleitung zum INSEKK 2010 (Integriertes Stadtentwicklungskonzept Kiel, 2010) hei&#223;t es: <em>Die Landeshauptstadt Kiel soll danach eine soziale und kinderfreundliche wie auch kreative Klimaschutzstadt sein. Die Stadtentwicklung ist daher zwingend anzupassen.</em> <strong>Teilt die LH Kiel unsere Auffassung, dass die geplante Bebbauung den o.a. Zielen zuwiderl&#228;uft?</strong></p>
<p>19. <em>Die Landeshauptstadt Kiel strebt an, unter- und ungenutzte Fl&#228;chen des Innenbereiches vor Fl&#228;chen des Au&#223;enbereiches vorrangig baulich zu mobilisieren (Fl&#228;chenrecycling und Ressourcenschutz unter Ber&#252;cksichtigung der naturr&#228;umlichen Gegebenheiten)</em> (INSEKK 2010, S. 6)  <em>Zur Zeit besteht allgemein kein Bedarf an der Ausweisung neuer Wohnbaufl&#228;chen. Dringend erforderlich ist jedoch die Aktivierung vorhandener Wohnbaufl&#228;chen im innerst&#228;dtischen bzw. innenstadtnahen Bereich.</em> (INSEKK 2010, S. 76). <strong>Teilt die LH Kiel die Ansicht, dass es sich beim Hasenholz nicht um eine schon vorhandene Wohnbaufl&#228;che handelt?</strong></p>
<p>20. Wir zitieren aus dem INSEKK-Entwurf: <em>Unter Ber&#252;cksichtigung der Bev&#246;lkerungsprognose und der aktuellen Markt- und Haushaltsentwicklungen wird sich bis zum Jahr 2012 kein nennenswerter Engpass auf dem Wohnungsmarkt ergeben. Ab diesem Zeitpunkt entwickelt sich bis zum Jahr 2020 ein zus&#228;tzlicher Neubaubedarf von rund 6.600 Wohneinheiten. Der vom Innenministerium Schleswig-Holstein im Entwurf zum Landesentwicklungsplan vorgelegte Wohnungsneubaubedarf f&#252;r die Landeshauptstadt Kiel wird sogar mit 9.600 Wohneinheiten taxiert. Darin ist lediglich ein Neubedarf (durch mehr Haushalte) von 1.900 Wohneinheiten enthalten. Der weitere Bedarf von 6.390 Wohneinheiten ist reiner Ersatzbedarf. Dieser Bedarf wird vorrangig im Bestand gedeckt. Zus&#228;tzlich wird ein Bedarf von 1.310 Wohneinheiten als Fluktuationsreserve angesetzt.</em> (INSEKK 2010, S. 75). Die IG Hasenholz merkt dazu an: Das bedeutet, es ergibt sich ein Bedarf an Neubaufl&#228;chen f&#252;r lediglich 1.900 Einheiten, da der &#252;berwiegende Rest im Bestand (d.h. Neubau auf bereits oder vormals genutzten Fl&#228;chen, Modernisierung, etc.) gedeckt werden kann. Nach anderer Sch&#228;tzung (NFK Baulandbericht 2010, Drucks.-Nr. 1079/2010) ergibt sich ein Bedarf von etwa 2500 WE basierend auf einem aus dem 10-j&#228;hrigen Mittel extrapolierten zuk&#252;nftigen Bauvolumen von 250 WE j&#228;hrlich. Demgegen&#252;ber stehen Baulandfl&#228;chen f&#252;r aktuell 5.000 Einheiten nach INSEKK oder nach anderen Sch&#228;tzungen (proaktiv.de, ‚Bauen in Kiel’) sogar 6.000 Wohneinheiten: <em>„Aktuell stehen den Bedarfen rein rechnerisch ausreichend Baulandfl&#228;chenpotentiale f&#252;r rund 5.000 Wohneinheiten gegen&#252;ber.“</em> (INSEKK 2010, S. 75 f). <em>Hinzu kommt noch ein Wohnungsleerstand von &#252;ber 2.200 Wohnungen (l&#228;ngerfristig), der fluktuationsbedingte Wohnungsleerstand (2%, entsprechend &#252;ber 2.600) nicht mit einberechnet</em> (INSEKK 2010, S. 77). <em>Es bleibt  festzuhalten, dass bis auf absehbare Zeit (2020) kein Engpass auf dem Wohnbaumarkt bestehen wird und daher auch keine zus&#228;tzlichen neuen Wohnbaufl&#228;chen ausgewiesen werden m&#252;ssen. Dar&#252;ber hinaus sollte beachtet werden, dass die Einwohnerzahl in Kiel 1995 bereits schon bei &#252;ber 242.000 lag, aktuell aber nur bei &#252;ber 235.000</em> (Kieler Sozialbericht 2010, S. 13). Der in den letzten Jahren verzeichnete Anstieg ist vor allem auf Zuw&#228;chse bei den Studierenden zur&#252;ckzuf&#252;hren (Studiengeb&#252;hrenfreiheit in Kiel!). Es ist ungewiss, ob dieser Zuwachs bei den gemeldeten Einwohnern mit Erstwohnungssitz in Kiel &#252;berhaupt auch zu einem weiter steigenden Bedarf an Baufl&#228;chen f&#252;hrt, da die meisten Personen nach Abschluss des Studiums nicht in der Stadt dauerhaft ans&#228;ssig werden. GEWOS schreibt dazu: <em>Zuz&#252;ge nach Kiel fanden in den letzten Jahren zu einem erheblichen Teil durch Studierende statt. Wenn es der Stadt Kiel gelingt, diese Haushalte langfristig an Kiel zu binden, besteht auch hier ein Potenzial f&#252;r einen Bev&#246;lkerungsanstieg. Als Starterhaushalte fragen diese Gruppen neben Zimmern in Wohnheimen vor allem g&#252;nstigen Wohnraum in zentralen bzw. nahe zur Universit&#228;t bzw. Fachhochschule gelegenen Stadtteilen nach.</em> (GEWOS 2007, S. 14). <strong>Teilt die LH Kiel die von der IG Hasenholz gefertigte Interpretation der Wohnungsmarktzahlen? Wenn nein: Wo hat die LH Kiel andere Interpretationsans&#228;tze?</strong></p>
<p>21. Die Interessengemeinschaft Hasenholz stellt in ihrer Stellungnahme zu Sozialstruktur der Bev&#246;lkerung und „Schaffung von zus&#228;tzlichen nachfragegerechten Wohnungsangeboten“ dar:<br />
Im aktuellen Sozialbericht findet sich der Hinweis, dass die Einpersonenhaushalte stark zunehmen und aktuell knapp 55% aller Haushalte ausmachen. (Sozialbericht 2010, S. 17).<br />
<em>Aufgrund der prognostizierten Bev&#246;lkerungsentwicklung ist mit einem weiteren Anstieg der Haushaltszahlen, insbesondere der Einpersonenhaushalte, zu rechnen.</em> (INSEKK 2010, S. 13).<br />
<em>Der Neubau im Geschosswohnungsbau hat in den letzten Jahren deutlich zugunsten des Ein- und Zweifamilienh&#228;user nachgelassen. Unter Ber&#252;cksichtigung der Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklungen der Bev&#246;lkerung muss in den n&#228;chsten Jahren Mietwohnungsbau wieder st&#228;rker in den Fokus genommen werden.</em> (Sozialbericht 2010, S. 97)<br />
Speziell f&#252;r Gaarden-S&#252;d macht das GEWOS-Gutachten zum Kieler Wohnungsmarkt folgende Handlungsempfehlungen:<em> &#8211; Nachfragegerechte Bestandsanpassung im Mietwohnungssegment f&#252;r die Zielgruppen Senioren und Familien</em> (GEWOS, Kieler Wohnungsmarktkonzept, Teil 2, 2007, S. 48)<br />
Das geplante Vorhaben im Hasenholz wird hier also keine bedarfsgerechten neuen Kapazit&#228;ten bereitstellen k&#246;nnen. Es entspricht somit also nicht der vorrangigen Entwicklungsplanung. <strong>Teilt die LH Kiel diese Einsch&#228;tzung. Wenn nein – warum nicht?</strong></p>
<p>22. Die AnwohnerInnen des Hasenholzes formulieren in ihrem Schreiben an Bauauschuss und andere st&#228;dtische Gremien zum Leitziel „Kinder- und familienfreundlichste Stadt werden“: Unsere Siedlung ist gerade wegen ihrer offenen Struktur mit gro&#223;en G&#228;rten f&#252;r junge Familien attraktiv. Es gibt jedoch nur (noch) wenige &#246;ffentliche Freifl&#228;chen. Die Attraktivit&#228;t kann daher nur erhalten und gesteigert werden, indem man Freir&#228;ume schafft und insbesondere bestehende Spielfl&#228;chen f&#252;r Kinder und Jugendliche erh&#228;lt, statt sie zu bebauen. Das GEWOS-Gutachten stellt den Anspruch kinder- und familienfreundlichste Stadt zu werden als eines der vorrangigen Leitziele bzw. sogar als strategisches Oberziel heraus. Dies hat die Stadt auch in ihr Integriertes Stadtentwicklungskonzept &#252;bernommen. Da unser Siedlungsgebiet mit Spielpl&#228;tzen oder anderen Freifl&#228;chen, die sich zum Spielen und Toben eignen, nicht gerade reich gesegnet ist, sollten alle bestehenden Fl&#228;chen – und die Hasenholz-Fl&#228;che ist die letzte verbliebene in einem weiten Umkreis – erhalten bleiben! Man muss hier nur die st&#228;dtischen Entwicklungsziele zitieren, und sofort wird klar, dass sich eine Bebauung verbietet:<br />
<em>„Viele Stadtteile Kiels bieten gerade in peripherer Lage ein sicheres, naturnahes und damit zumeist auch kinderfreundliches Wohnumfeld. In dicht bebauten innerst&#228;dtischen Stadtteilen ist das Wohnumfeld auch wegen des Verkehrsaufkommens f&#252;r Kinder eher unsicher und oftmals kein wertvoller Erfahrungsraum. Ad&#228;quate Freifl&#228;chen und Kinderspielpl&#228;tze sowie baulich erzeugte Verkehrssicherheit tragen jedoch zum kinderfreundlichen Wohnumfeld bei.“</em> (GEWOS 2007, S. 8 ) <em>„Um den Bewegungsdrang von Kindern zu f&#246;rdern, sind ihnen Gelegenheiten zum Spielen im Freien anzubieten, um ihre k&#246;rperlichen, geistigen und seelischen F&#228;higkeiten zu entwickeln. Dazu sind Fl&#228;chen f&#252;r Spiele im Freien (Spiel- und Bolzpl&#228;tze) anzulegen, auszustatten und zu unterhalten.“</em> (INSEKK 2010, S. 28 f)<br />
<em>„Im Sinne einer integrierten Stadtentwicklung sind neben den &#246;ffentlichen Spielpl&#228;tzen auch s&#228;mtliche Fl&#228;chen im Wohnumfeld, im Quartier, im Stadtteil und in der Stadt bei Planungen mit einzubeziehen.“ „Freiraum- und Spielraumplanung sind Grundlage f&#252;r eine kinder- und familienfreundliche Stadtentwicklung.“</em> (INSEKK 2010, S. 29)<br />
Zus&#228;tzlich werden als Handlungsschwerpunkte benannt:<br />
<em>“-Erholungs- und Spielfl&#228;chen quartiersnah bereitstellen<br />
- Kinder, Jugendliche und Familien an Planungsprozessen intensiver beteiligen.“ </em>(INSEKK 2010, S.30)<br />
<strong>Teilt die LH Kiel die Auffassung, dass die geplante Bebauung den skizzierten Zielen rund um die Kinderfreundlichkeit zuwiderl&#228;uft?</strong></p>
<p>23. <strong>Teilt die LH Kiel die Auffassung, dass eine Bebauung die Spiel- und Erlebnism&#246;glichkeiten der jetzt real existierenden Kinder einschr&#228;nkt?</strong></p>
<p>24. <strong>Teilt die LH Kiel die Auffassung, dass eine Prognose um das Alter und die Anzahl der Kinder zuk&#252;nftiger potentieller BewohnerInnen rein spekulativ ist?</strong></p>
<p>25.<strong> Hat die LH Kiel rechtliche M&#246;glichkeiten den Zuzug von kinderreichen Familien sicherzustellen?</strong></p>
<p>26. Die Interessengemeinschaft Hasenholz formuliert zur Altersstruktur des Wohngebietes: Die Siedlung weist bereits eine sehr ausgewogene Mischung aus Jung und Alt auf. Freiwerdende H&#228;user werden kontinuierlich durch junge Familien bezogen, so dass ein stetiger Verj&#252;ngungsprozess stattfindet. Nat&#252;rlich findet sich hier nicht der hohe Anteil von Kindern und Jugendlichen, wie er f&#252;r ein Neubaugebiet anf&#228;nglich charakteristisch ist. Aber gerade, vor der Tatsache, dass es sich hier um ein eingewachsenes Gebiet handelt (H&#228;user aus den 30er Jahren, teilweise &#228;lter), verzeichnet die Siedlung einen relativ hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen. Ein statistisch erh&#246;hter Anteil an &#228;lteren Bewohnern leitet sich aus dem Vorhandensein von mehreren Seniorenheimen im Stadtteil her. Es besteht also keine Notwendigkeit, hier in irgendeiner Weise von Seiten der Stadt Kiel steuernd einzugreifen. Wichtiger als weiteren Wohnraum zu erstellen w&#228;re, die Attraktivit&#228;t des Wohnumfeldes durch einen entsprechenden Erhalt von Frei- und Erholungsfl&#228;chen zu steigern (siehe auch folgend). Au&#223;erdem stehen im Bereich andere, geeignetere Fl&#228;chen zur Erweiterung des Wohnraumangebotes zur Verf&#252;gung (Krummbogen 82). <strong>Teilt die LH die Auffassung, dass eine Wohnbebauung des Hasenholzes keine signifikante Auswirkung auf die Altersstruktur des Quartieres haben wird? Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>27. Aus der Stellungnahme der IG Hasenholz zum Leitziel Attraktiver Wohnstandort f&#252;r Senioren/-innen werden: Das von der Stadt identifizierte Leitziel <em>„Attraktiver Wohnstandort f&#252;r Senioren/-innen werden“</em> (GEWOS 2007, S. 10 ff), wird durch eine hier geplante Bebauung nicht unterst&#252;tzt. Im Gegenteil, es w&#252;rde eine Fl&#228;che f&#252;r die sogenannte quartiersnahe Erholung wegfallen. Die zur Zeit noch im oberen Bereich der Gr&#252;nfl&#228;che vorhandenen Sitzb&#228;nke w&#252;rden Ihre Funktion vollst&#228;ndig verlieren. Bereits jetzt ist die Situation alles andere als ideal, denn wer sitzt schon gerne an einem Wendehammer. Hier sollte das vorhandene Potential genutzt werden und die Fl&#228;che, zumindest in Teilen wieder besser als Erholungsraum nutzbar gemacht werden („Schaffung eines attraktiven Wohnumfeldes f&#252;r Senioren“ GEWOS 2007, S. 12) . Die BewohnerInnen der anliegenden SeniorInnenheime machen sich sehr eindeutig f&#252;r den Erhalt des Hasenholzes stark. <strong>Teilt die LH Kiel die Auffassung, dass eine Wohnbebauung die Lebensqualit&#228;t der vielen SeniorInnen in den naheliegenden Wohnheimen verschlechtern w&#252;rde. Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>28. <strong>Teilt die LH Kiel unsere Auffassung, dass f&#252;r das Ziel „Klimaschutzstadt“ eine wesentlicher Faktor der Anteil der versiegelten Fl&#228;che der LH ist?</strong></p>
<p>29. Wenn Klimaschutz besonders auch Bodenschutz ist und Schutz insbesondere von Brachfl&#228;chen und Fl&#228;chen, die extensiver Nutzung unterliegen: <strong>Warum sind der Stadtverwaltung Zahlen zur Entwicklung der Versiegelung nicht bekannt (gewesen), was die lange Dauer der Bearbeitung unserer Kleinen Anfrage (Drucksache 0021/2011) nahelegt?</strong></p>
<p>30. <strong>Sieht sich die LH Kiel ohne Kenntnis dieses Zahlenmaterials &#252;berhaupt in der Lage qualitative und quantitative Aussagen zum Klimaschutz in Kiel zu treffen?</strong></p>
<p>31. <strong>Teilt die LH Kiel unsere Auffassung, dass die Nichtber&#252;cksichtigung der Versiegelung in der LH bei Klimaschutz- und Biodiversit&#228;tskonzepten zwangsweise zu einer gro&#223;en Fehlerbehaftung selbiger f&#252;hren muss? Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>32. Zum Freir&#228;umlichen Leitbild f&#252;hrt die Interessengemeinschaft Hasenholz aus: Hier nennen das Freir&#228;umliche Leitbild Kiel und Umland wie auch das INSEKK gleich mehrere Aspekte, die es zu ber&#252;cksichtigen gilt. (&#8230;)<br />
Grunds&#228;tzlich soll das bestehende <em>„…Freiraumsystem erhalten bleiben und m&#246;glichst nach und nach durch weitere Fl&#228;chen verst&#228;rkt und entwickelt werden. Auch die Verdichtung des Netzes f&#252;r den Biotopverbund soll … weiter verfolgt werden. Das Freir&#228;umliche Leitbild Kiel und Umland wird bei allen Planungen und Vorhaben der beteiligten Gemeinden ber&#252;cksichtigt.“</em> (INSEKK 2010, S. 46)<br />
<em>„Die wichtigsten Freifl&#228;chen f&#252;r die Erholung sind in Kiel relativ gleichm&#228;&#223;ig &#252;ber die Stadt verteilt. …..Der Landschaftsplan stellt aber auch Wohnbereiche dar, die nicht ausreichend mit erholungsrelevanten Gr&#252;nfl&#228;chen ausgestattet sind. Diese befinden sich im Bereich Ravensberg, Bl&#252;cherplatz, Brunswik, im Bereich Vorstadt und S&#252;dfriedhof. Kleinere Defizitbereiche sind im Bereich Friedrichsort, Holtenau, Steenbek-Projensdorf, Suchsdorf, Hassee, Gaarden-S&#252;d und Kronsburg….<br />
Zuk&#252;nftig gilt es, die im Landschaftsplan identifizierten Fl&#228;chen zur Verbesserung des Wohnumfeldes  und der Freifl&#228;chen zu entwickeln.“</em> (INSEKK 2010, S. 46 f)<br />
<em>„Die Umsetzung des Freir&#228;umlichen Leitbildes dient daher<br />
– zur Funktionserf&#252;llung von Freir&#228;umen als<br />
– nutzbarer Erholungsraum<br />
– Aktionsfl&#228;che und sozialer Treffpunkt<br />
– Orientierungspunkte im st&#228;dtischen Gef&#252;ge<br />
– wichtiger Bestandteil des Stadt&#246;kosystems und damit gesundheits- und wohlfahrtsf&#246;rdernd“ </em><br />
(Freir&#228;umliches Leitbild, 2007, S. 7)<br />
<strong>Teilt die LH Kiel die Auffassung, dass alle diese Aspekte von der betroffenen Fl&#228;che abgedeckt werden? Wenn nein: warum nicht? </strong></p>
<p>33. <strong>Wieso will die LH Kiel in einem Gebiet (Gaarden-S&#252;d) eine Erholungs- und Freizeitfl&#228;che bebauen, wenn sie gleichzeitig ein Defizit solcher Gr&#252;nfl&#228;chen f&#252;r den Stadtteil feststellt?</strong></p>
<p>34. Zum Aspekt ‚Erholung und Spiel’ heisst es im Freir&#228;umlichen Leitbild: <em>„Die Fl&#228;chen des Freir&#228;umlichen Leitbildes Kiel und Umland sind ein Angebot f&#252;r die Menschen und Besucher der Region Kiel, sich zu erholen oder auch sich auf gr&#252;nen Wegen auf Spurensuche zu begeben. Dabei spielen gro&#223;fl&#228;chige Landschafts(bild)r&#228;ume und Kulturlandschaften ebenso eine Rolle wie versteckte Kleinode und Fl&#228;chen f&#252;r aktive Erholung und Spiel.“</em> (Freir. Leitbild, 2007, S. 43)<br />
<em>„Die regionalen Landschaftsbereiche werden durch kleinteiligere Elemente, die aus der kommunalen Landschaftsplanung hervorgehen, verkn&#252;pft. Hierzu z&#228;hlen.<br />
– allgemeine Gr&#252;n- und Freifl&#228;chen (z.B. Parkanlagen, gr&#252;nbestimmte Pl&#228;tze, Strand, Friedhof,<br />
Kleing&#228;rten, Sport-, Spiel- und Bolzplatz, Freibad, Wildgehege, Seen und Teiche &#252;ber 500 m2,<br />
Sportboothafen, Naturerlebnisraum, Dorfplatz)<br />
– Pl&#228;tze, Wegefl&#228;chen<br />
– Fl&#228;chen mit Bedeutung f&#252;r das Landschaftsbild<br />
– Wald<br />
….Kleinere, auch isoliert liegende Fl&#228;chen, z.B. f&#252;r die quartiersbezogene Erholung oder Spielpl&#228;tze, werden ebenfalls dargestellt, da sie von erheblicher Bedeutung f&#252;r die Erholung sind.“</em> (Freir. Leitbild, 2007, S. 45) .<br />
<strong>Teilt die LH Kiel die Auffassung, dass das Hasenholz eine besondere Rolle f&#252;r aktive Erholung und Spiel hat? Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>35. Aus der Stellungnahme der Interessengemeinschaft Hasenholz zum Aspekt ‚Schutz des Lokalklimas’ und ‚nachhaltiger Umgang mit nat&#252;rlichen Ressourcen’ :<br />
Gem&#228;&#223; INSEKK wird gefordert:<em> „Fr&#252;hzeitige Ber&#252;cksichtigung vorhandener/potenzieller Fl&#228;chen f&#252;r die Umweltvorsorge und<br />
Biotopverbund“</em> (INSEKK 2010, S. 49)<br />
<em>„Sparsamer Landschaftsverbrauch bei der zuk&#252;nftigen Stadtentwicklung“</em> (INSEKK 2010, S. 50)<br />
Zur Abmilderung bioklimatischer Belastungen sind u.a. folgende Ma&#223;nahmen vorgesehen:<br />
<em>„- Bereiche mit Ausgleichsfunktion (Parkanlagen, Waldfl&#228;chen, Wasserfl&#228;chen, landwirtschaftliche<br />
Nutzfl&#228;chen) sind zu erhalten. Luftleitbahnen d&#252;rfen nicht verbaut werden<br />
- Entsiegelungs- und Begr&#252;nungsma&#223;nahmen….<br />
- Erhaltung gr&#246;&#223;erer Parkfl&#228;chen und des Gr&#252;ng&#252;rtels im &#220;bergangsbereich von freier Landschaft zur Stadt“</em> (INSEKK 2010, S. 42) .<br />
<strong>Teilt die LH Kiel die Auffassung, dass eine Bebauung im Widerspruch zu den zitierten Formulierungen steht? Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>36. Zum Aspekt ‚Biotopschutz’ findet sich in der Stellungnahme der IG Hasenholz: Ebenso wie f&#252;r die Erholung kommt der Fl&#228;che eine Bedeutung im Natur-, Landschafts- und Biotopschutz (Biotopverbundsystem) zu – die besagte Fl&#228;che liegt zwischen dem Landschaftsschutzgebiet „Drachenseeniederung“ (LSG Drachensee, Russee und Umgebung, seit 2008) und dem geplanten Schutzgebiet „Vieburger Geh&#246;lze, Meimersdorfer Moor und Umgebung“. Die Fl&#228;che nimmt damit an dieser Stelle eine wichtige Trittsteinfunktion ein. Au&#223;erdem ist das Gebiet nicht isoliert zu sehen, sondern steht auch &#252;ber die angrenzenden G&#228;rten mit ihren durchl&#228;ssigen Begrenzungen sowie &#252;ber die wassergebundenen Wege mit den sich anschlie&#223;enden gro&#223;r&#228;umigeren Gr&#252;nz&#252;gen in Verbindung.<br />
<em>„Im Themenplan Biotopverbund sind au&#223;erdem kleinere Fl&#228;chen, die zum Teil isoliert liegen, dargestellt. Diese stehen zun&#228;chst nicht im Zusammenhang mit dem Verbundsystem, wurden aber von den Gemeinden als bedeutsam f&#252;r den Biotopverbund angegeben. Sie sollten als Trittsteine potentieller Erg&#228;nzungen im Verbundsystem gesehen und behandelt werden.“</em> (Freir. Leitbild, 2007, S.14)<br />
Regelm&#228;&#223;ige Wanderbewegungen von Amphibien durch unsere angrenzenden G&#228;rten in das und aus dem Gebiet, das Vorkommen einer Vielzahl von Singvogelarten, sei es br&#252;tend oder zur Nahrungssuche (darunter seltene und teilweise in Bestand bedrohte Arten wie Gr&#252;n-, und Schwarzspecht, Gartenrotschwanz, Trauerschn&#228;pper, diverse Grasm&#252;ckenarten, etc.), Flederm&#228;use, Igel und andere Kleins&#228;uger bis hin zu einer gro&#223;en Bandbreite an Insekten zeugen von der hohen &#246;kologischen Qualit&#228;t der Fl&#228;che. Sollte die Stadt tats&#228;chlich die B-Plan&#228;nderung trotz aller entgegenstehender Fakten vorantreiben wollen, so w&#228;re hier eine eingehende gutachterliche Untersuchung (Kartierung) inklusive Umweltbericht (gem. § 2 Abs. 4 BauGB) dringend angezeigt.<br />
<strong>Teilt die LH die Auffassung, dass eine gutachterliche Untersuchung inkl. Umweltbericht gesetzlich zwingend erforderlich w&#228;re, wenn das Bebauungsplanverfahren fortgesetzt w&#252;rde? Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>37. <strong>Sieht das LH Kiel M&#246;glichkeiten &#246;kologisch  wertvolle Fl&#228;chen wie das Hasenholz oder an der H&#246;rn vor einem Zugriff durch Bebauung zu sch&#252;tzen und damit der weiteren Artenverarmung in der Landeshauptstadt entgegenzuwirken? Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>38. <strong>Sieht die Landeshauptstadt Kiel in einer m&#246;glichen Bebauung des Hasenholzes einen Verstoss gegen die Biodiversit&#228;ts-Erkl&#228;rung, die von BM Todeskino f&#252;r die LH gezeichnet wurde? Wenn nein: Warum nicht?</strong></p>
<p>39. <strong>Ist der LH Kiel das Konzept der zuk&#252;nftigen Entwicklung und Nutzung der Fl&#228;che am Hasenholz der Interessengemeinschaft Hasenholz bekannt, das nachfolgend verk&#252;rzt wiedergegeben wird?</strong> Wir Anwohner sprechen uns f&#252;r eine naturnahe Entwicklung der Fl&#228;che aus (z.B. als Streuobstwiese mit Trockenrasenanteilen, unter Einbeziehung des vorhandenen alten Baumbestandes), um sie wieder f&#252;r alle nutzbar zu machen. Sowohl als Spielfl&#228;che f&#252;r kleinere Kinder und Kinder im schulpflichtigen Alter, wie auch als &#246;ffentlicher Begegnungsraum f&#252;r &#228;ltere Anwohner, und insbesondere auch z.B. f&#252;r Bewohner aus den nahegelegenen Seniorenheimen, die diese fu&#223;l&#228;ufig und barrierefrei gut zu erreichende kleine Parkanlage als Erholungsraum nutzen k&#246;nnten (siehe Anlage). Das Vieburger Geh&#246;lz ist f&#252;r diese Personengruppen, sowohl f&#252;r kleinere Kinder, nicht zuletzt auch wegen der  ausgedehnten Hundeauslauffl&#228;chen, ebenso wie f&#252;r &#228;ltere, unter Umst&#228;nden in der Beweglichkeit beeintr&#228;chtigte B&#252;rger nicht nutzbar.<br />
Ein gro&#223;er Teil der Anwohner ist gerne bereit, bei der Entwicklung der Fl&#228;che konstruktiv mitzuarbeiten und sich hier – sofern von Stadt und Gr&#252;nfl&#228;chenamt gew&#252;nscht – z.B. auf Basis von Patenschaften in die Betreuung der Fl&#228;che mit einzubringen. Viele Nachbarn k&#246;nnen sich auch vorstellen, durch Spenden (Pflanzaktionen, B&#228;nke, Anlage von Ruheecken, Nistk&#228;sten, Insektenhotels, u.a.) oder auch mit ihrer Arbeitskraft zur Wiederherstellung und positiven Entwicklung der Fl&#228;che beizutragen. Dabei m&#246;chte die Interessengemeinschaft Hasenholz auch mit den ortsans&#228;ssigen Kinderg&#228;rten, Tagesm&#252;ttern sowie den Seniorenheimen eng zusammenarbeiten, die ein starkes Interesse an der Nutzung bekundet haben. Die Stadt Kiel sollte diese einmalige Chance erkennen, dass hier generations&#252;bergreifend etwas f&#252;r die positive Stadtentwicklung getan werden kann und im Interesse der B&#252;rger auch getan werden sollte. </p>
<p>40. <strong>Wie beurteilt die LH das Konzept im Hinblick auf Umwelt- und Sozialvertr&#228;glichkeit?</strong></p>
<p>41. <strong>Welche M&#246;glichkeiten sieht die LH die AnwohnerInnen des Hasenholzes bei ihrem b&#252;rgerschaftlichen Engagement zu unterst&#252;tzen?</strong></p>
<p>42. <strong>Inwieweit f&#252;hlt die LH sich der lokalen Agenda 21 bzw. der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet?</strong></p>
<p>43. W&#228;re die vorhandene Suksessionsfl&#228;che nicht im Innenbereich sondern im Au&#223;enbereich w&#252;rde sie gesetzlichen Schutz aufgrund ihrer hohen &#246;kologischen Wertigkeit besitzen. Nur aufgrund ihres „falschen“ formalen Status besitzt sie diesen Schutz nicht.<br />
<strong>Teilt die LH Kiel unsere Auffassung, dass zum Schutz unserer nat&#252;rlichen Lebensgrundlagen hier dringender Handlungsbedarf besteht, um Artenvielfalt und Lebensqualit&#228;t f&#252;r die LH zu erhalten auch im Innenbereich?</strong></p>
<p>44. Bei der Fl&#228;che, die bebaut werden soll handelt es sich um eine Fl&#228;che, die planerisch als Boden mit besonderer Bedeutung f&#252;r die Grundwasserneubildung klassifiziert ist.<br />
<strong>Hat die LH als Ausgleich schon andere grundwasserbildende Fl&#228;chen zur Entsiegelung ins Auge gefasst oder plant sie besondere Bauweisen von denen keinerlei Beeintr&#228;chtigung f&#252;r die Grundwasserbildung ausgeht?</strong></p>
<p><em><br />
Ratsfraktion Direkte Demokratie</p>
<p>Gez.: Ratsfrau Ingrid Zimmermann</p>
<p>Gez.: Ratsherr Bernd Jenning</em></p>
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		<title>Rede von Ratsfrau Zimmermann zur Umbenennung des Bahnhofsvorplatzes</title>
		<link>http://mitmachen.dd-kiel.de/2010/11/19/rede-von-ratsfrau-zimmermann-zur-umbenennung-des-bahnhofsvorplatzes/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 08:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Hintergrund: http://ratsinfo.kiel.de/ratsinfo/vo020.asp?VOLFDNR=13130
Sehr geehrte Frau Stadtpr&#228;sidentin,
meine Damen und Herren,
das gesamte Vorgehen von Ratsmehrheit und Verwaltung ist nicht nur dumm sondern auch peinlich &#8211; daf&#252;r entschuldigen wir uns bei allen Kieler B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern.
Angefangen mit dem formalen Desaster der unterschiedlichen Beschl&#252;sse von Ortsbeirat und Stra&#223;enbenennungsausschuss.
Weitergef&#252;hrt durch die Verwaltung, die als scheinbaren Kompromiss vorschl&#228;gt:
Platz der Kieler Matrosen
Platz der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hintergrund: <a href="http://ratsinfo.kiel.de/ratsinfo/vo020.asp?VOLFDNR=13130">http://ratsinfo.kiel.de/ratsinfo/vo020.asp?VOLFDNR=13130</a></p>
<p><em>Sehr geehrte Frau Stadtpr&#228;sidentin,<br />
meine Damen und Herren,</em></p>
<p>das gesamte Vorgehen von Ratsmehrheit und Verwaltung ist nicht nur dumm sondern auch peinlich &#8211; daf&#252;r entschuldigen wir uns bei allen Kieler B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern.</p>
<p>Angefangen mit dem formalen Desaster der unterschiedlichen Beschl&#252;sse von Ortsbeirat und Stra&#223;enbenennungsausschuss.<br />
Weitergef&#252;hrt durch die Verwaltung, die als scheinbaren Kompromiss vorschl&#228;gt:</p>
<p>Platz der Kieler Matrosen<br />
Platz der Kieler Matrosen&#8230;</p>
<p>Ich frage mich : Wie gro&#223; m&#252;ssen die Granitstehlen sein, die in verschiedenen Sprachen diesen sprachlichen Irrtum aufkl&#228;ren?</p>
<p>Es geht nicht mehr um den Aufstand, der 1918 entscheidend zu einer grunds&#228;tzlichen Ver&#228;nderung der deutschen Geschichte beitrug.</p>
<p>Es geht um Kieler Matrosen.</p>
<p>Ja,<br />
es waren auch Kieler Matrosen beteiligt damals.</p>
<p>Viele der Matrosen kamen aber z.B. &#252;ber Wilhelmshafen aus allen Teilen Deutschlands.</p>
<p>Nicht aus Kiel.</p>
<p>Wenn ich einer 6. Klasse das Aufsatzthema <em>Ehrung des Matrosenaufstandes von 1918</em> g&#228;be.</p>
<p>Wenn ich als Ergebnis die Beschlussvorlage der Verwaltung erhielte.<br />
K&#246;nnte ich mit Wohlwollen wegen der grossen Sprachrichtigkeit vielleicht eine vier minus geben.</p>
<p>Angemessen w&#228;re:<br />
Thema verfehlt: 6, Sprachrichtigkeit 1-2, bleibt f&#252;nf.</p>
<p>Doch genug der Realsatire:<br />
Das ganze hat ja einen realen Hintergrund:</p>
<p>Manche wollen keinen schlechten Marketingfaktor f&#252;r Kiel durch einen geschichtskritischen Namen.<br />
Insofern muss man wohlwollend annehmen, dass der Namensvorschlag nicht der Dummheit entspringt, sondern Marketingkalk&#252;hl.</p>
<p>Ich zitiere die Vorlage:</p>
<p><em>Mit dieser Umbenennung widmet die Landeshauptstadt Kiel einen zentralen Platz dem Gedenken an die Menschen, die den Aufstand begannen, der letztendlich zum Ende der Monarchie und zur Republik f&#252;hrte.<br />
Ihr Handeln erf&#252;llte den Tatbestand der Meuterei, die mit der Todesstrafe belegt war. Jeder Einzelne musste sich deutlich bewusst gewesen sein, dass er sein Leben einsetzte f&#252;r das Ende des Krieges und f&#252;r die Freiheit, denn die Todesurteile aus Wilhelmshaven waren allen bekannt.</em></p>
<p>Der Namensvorschlag ist eine Verh&#246;hnung all dieser Menschen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bauauschuss gegen Bl&#252;cherplatz-Anwohner und Ortsbeirat: Granit soll entfernt werden.</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 21:20:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 10. Juni 2010; 15:00; ] Die heutige Bauausschusssitzung verlief wie erwartet eindeutig: 
SPD-CDU-GR&#220;NE-FDP-LINKE  mit Unterst&#252;tzung von B&#252;rgermeister Todeskino und dem federf&#252;hrenden Tiefbauamt (Herr Schmeckthal). 
Alle einig: B&#252;rgerbeteiligung ist toll, wenn aber was anderes rauskommt als sich das so von einigen &#252;berlegt wurde - tja...
Dann muss man zusammenstehen und in Gesamtabw&#228;gung was gegen die >Anwohner machen. Das Leben ist hart [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">10. Juni 2010</td></tr><tr><td colspan="3">15:00</td></tr></table><p>Die heutige Bauausschusssitzung verlief wie erwartet eindeutig:<br />
SPD-CDU-GR&#220;NE-FDP-LINKE  mit Unterst&#252;tzung von B&#252;rgermeister Todeskino und dem federf&#252;hrenden Tiefbauamt (Herr Schmeckthal).<br />
Alle einig: B&#252;rgerbeteiligung ist toll, wenn aber was anderes rauskommt als sich das so von <em>einigen</em> &#252;berlegt wurde &#8211; tja&#8230;<br />
<em>Dann muss man zusammenstehen und <em>in Gesamtabw&#228;gung</em> was gegen die >Anwohner machen</em>. <em>Das Leben ist hart in Kiel</em>&#8230; <img src='http://mitmachen.dd-kiel.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>&#196;rgerlich. Damit sinken die Chancen, dass dieser fachliche Bl&#246;dsinn der Granitentfernung in der Ratsversammlung am n&#228;chsten Donnerstag (10.6.2010) abgelehnt wird.</strong><br />
&#196;rgerlich auch, dass die Verwaltung (Tiefbauamt) nicht den m&#246;glichen Handlungsspielraum ausgenutzt hat um Gespr&#228;che zwischen Anwohnerinnen und Stadt zu erm&#246;glichen.<br />
<span id="more-1760"></span><br />
Da wurden scheinbare Sachzw&#228;nge durch fr&#252;hzeitiges Handeln geschaffen: Ausl&#246;sen von m&#246;glichen Schadenersatzanspr&#252;chen. Diese sind aber relativ gering anzusetzen im Verh&#228;ltnis zu den Kosten eines Bauwerks, das nicht wirklich was n&#252;tzt. <strong>Auf der &#246;konomischen Ebene macht es Sinn, auf die Gesamtma&#223;nahme zu verzichten. Heute, aber auch am n&#228;chsten Donnerstag.</strong></p>
<p>Sch&#246;n, dass der Ortsbeirat mehrheitlich (6:3) den Mut aufbrachte, eine Entscheidung zu revidieren. Der Bauausschuss hatte diesen Mut nicht. Schade f&#252;r Kiel.</p>
<p>Und dann war da noch der <strong>Datenschutz</strong> &#8211; nicht in Kiel: <em>Ideenwerkstatt Bl&#252;cherplatz</em> (s.a. <em>Hintergrund</em>) wurde u.a. an den Bauausschuss-Verteiler und im Internet ver&#246;ffentlicht &#8211; mit zahlreichen Adressen und Telefonnummern und Emailadressen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der B&#252;rgerbeteiligungsveranstaltung. Auf die Frage ob von allen hierf&#252;r schriftliche Einverst&#228;ndniserkl&#228;rungen vorl&#228;gen, hat B&#252;rgermeister Todeskino trotz Nachfrage nicht geantwortet.</p>
<p>Ach so, ja, ganz vergessen: Meine Nachfrage nach der <strong>Kinder- und Jugendbeteiligung</strong> nach § 47f der Gemeindeordnung (Schleswig-Holstein). Formal<br />
betrachtet blieb sie unbeantwortet. Es wurde keine Kinder- und Jugendbeteiligung, die gesetzlich vorgeschrieben ist, durchgef&#252;hrt. Solche Sachen werden aber nicht gerne ausgesprochen und noch viel weniger verschriftlicht &#8211; man will ja bald wieder f&#252;r mehr Begeisterung an Kommunalpolitik wecken. <img src='http://mitmachen.dd-kiel.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Hintergrund:</strong> Vorlage des Ortsbeirats <a href="http://ratsinfo.kiel.de/ratsinfo/vo020.asp?VOLFDNR=12816">0460/2010</a><br />
Vorlage der Verwaltung: <a href="http://ratsinfo.kiel.de/ratsinfo/vo020.asp?VOLFDNR=12832">0477/2010</a><br />
&#214; 9.5 Ideenwerkstatt Bl&#252;cherplatz <a href="http://ratsinfo.kiel.de/ratsinfo/vo020.asp?VOLFDNR=12812">0456/2010</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fraktionssitzung am 25.5.2010</title>
		<link>http://mitmachen.dd-kiel.de/2010/05/22/fraktionssitzung-am-25-5-2010/</link>
		<comments>http://mitmachen.dd-kiel.de/2010/05/22/fraktionssitzung-am-25-5-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 May 2010 06:40:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 24. Mai 2010; 17:00; 25. Mai 2010; 17:00; ] Die Fraktionssitzung am 24.5.2010 f&#228;llt wegen des Feiertages aus. Daf&#252;r findet am 26.5.2010 ab 17 Uhr eine Klausurtagung der Fraktion in anderen R&#228;umen statt. Thema wird u.a. der Kieler Kl&#252;ngel (Korruption bei Kieler Parteien (SPD-CDU-GR&#220;NE-FDP-LINKE), Verwaltung und Wirtschaft) und die Kieler Woche sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">24. Mai 2010</td></tr><tr><td colspan="3">17:00</td></tr><tr><td colspan="3">25. Mai 2010</td></tr><tr><td colspan="3">17:00</td></tr></table><p>Die Fraktionssitzung am 24.5.2010 f&#228;llt wegen des Feiertages aus. Daf&#252;r findet am 26.5.2010 ab 17 Uhr eine Klausurtagung der Fraktion in anderen R&#228;umen statt. Thema wird u.a. der Kieler Kl&#252;ngel (Korruption bei Kieler Parteien (SPD-CDU-GR&#220;NE-FDP-LINKE), Verwaltung und Wirtschaft) und die Kieler Woche sein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rede von Ratsfrau Zimmermann gegen die Berufung von OB Albig in Konsortialausschuss und Aufsichtsrat der Stadtwerke</title>
		<link>http://mitmachen.dd-kiel.de/2010/03/19/rede-von-ratsfrau-zimmermann-gegen-die-berufung-von-ob-albig-in-konsortialausschuss-und-aufsichtsrat-der-stadtwerke/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 20:36:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 18. M&#228;rz 2010; ] Zu TOP 10.5 der Ratsversammlung am 18.3.2010: Antrag SPD-GR&#220;NE-SSW: Als Mitglied des Landeshauptstadt Kiel im Konsortialausschuss und Aufsichtsrat der Stadtwerke Kiel AG wird Herr Torsten Albig berufen. (Drs. 0226/2010)

Sehr geehrte Stadtpr&#228;sidentin, 
meine Damen und Herren, 

dem Antrag nach soll der Oberb&#252;rgermeister in den Konsortialausschuss und den Aufsichtsrat der Kieler Stadtwerke berufen werden. Ein ganz normaler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">18. M&auml;rz 2010</td></tr></table><p><strong>Zu TOP 10.5 der Ratsversammlung am 18.3.2010: <em>Antrag SPD-GR&#220;NE-SSW: Als Mitglied des Landeshauptstadt Kiel im Konsortialausschuss und Aufsichtsrat der Stadtwerke Kiel AG wird Herr Torsten Albig berufen.</em> (Drs. 0226/2010)</strong></p>
<p>Sehr geehrte Stadtpr&#228;sidentin,<br />
meine Damen und Herren, </p>
<p>dem Antrag nach soll der Oberb&#252;rgermeister in den Konsortialausschuss und den Aufsichtsrat der Kieler Stadtwerke berufen werden. Ein ganz normaler Umbesetzungsantrag? Ein ganz normaler Vorgang? F&#252;r uns nicht! Daf&#252;r will ich Ihnen vier Gr&#252;nde nennen:<br />
<strong><br />
Grund 1: Keine Erkl&#228;rung </strong><br />
Der Antrag besagt ganz lapidar, dass eben Thorsten Albig berufen werden soll. Ebenso lapidar ist die Begr&#252;ndung wie f&#252;r alle Benennungen und Besetzungen. Mehr ist nicht n&#246;tig?! M&#246;glicherweise doch!<br />
Hat der Oberb&#252;rgermeister eine besondere Kompetenz?  &#8211; oder &#8211;  stehen auch f&#252;r Kiel schwere energiepolitische Entscheidungen an, die ein bundespolitisch bekanntes Gesicht f&#252;r Kiel vertreten soll. Es w&#252;rde Sinn machen: 150 Kommunen deutschlandweit haben sich j&#252;ngst zusammengeschlossen, um sich gegen die von der Bundesregierung geplanten l&#228;ngeren AKW-Laufzeiten zu wehren! Und auch f&#252;r Kiel steht die Umstellung auf atomfreie Energie auf der Agenda. Wenn unsere energiepolitische Vermutung stimmt, so m&#246;ge der OB doch ein deutliches Zeichen geben!<br />
<span id="more-1378"></span><br />
<strong>Grund 2: Arbeitsbelastung eines OB </strong><br />
Wir erinnern uns: Am 9. Juli 2009 sagte OB Albig vor der Ratsversammlung: „Diese Stadt braucht auf Sicht eine Wirtschaftsdezernentin oder einen Wirtschaftsdezernenten, der Kiel richtig verkauft. Ein Oberb&#252;rgermeister kann das als Nebenbesch&#228;ftigung nicht leisten.“ Aha, ein OB kann das als Nebenbesch&#228;ftigung also nicht leisten. Aber er kann sich jetzt – wundersamerweise – gleich zwei Gremien leisten!</p>
<p><strong>Grund 3: Kontrolle wirklich m&#246;glich?</strong><br />
In j&#252;ngster Zeit konnte man die schmerzliche Beobachtung machen, dass Politiker in Aufsichtsr&#228;ten eben nicht ihren Kontrollpflichten nachgekommen sind – siehe SPD-Stegner in Sachen HSH-Nordbank. Wahrscheinlich liegt die mangelnde Kontrolle an dem eingerissenen Unwesen, dass Politiker Postensammler sind – leider oftmals ohne gen&#252;gende Sachkenntnis. Die Stadtwerke sind der wichtigste Versorger Kiels, was Strom und Wasser angeht. Misstraut nun OB Albig seinen eigenen Ratsleuten, dass er nun auch noch den Konsortialausschuss und den Aufsichtsratsposten besetzen muss? Gibt es in der SPD-Ratsfraktion niemanden, der sich mit dem Thema Stadtwerke auskennt?! </p>
<p><strong>Grund 4: Demokratiedefizit</strong><br />
Wie auch immer – es liegt eindeutig eine H&#228;ufung von &#196;mtern vor. Und dies ist nicht gerade der Demokratie f&#246;rderlich! Daher stimmt die Ratsfraktion Direkte Demokratie dem Antrag (0226/2010) nicht zu. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kiel &#8211; Failing City &#8211; Ailing City</title>
		<link>http://mitmachen.dd-kiel.de/2010/03/19/kiel-failing-city-ailing-city/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 19:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nidda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<description><![CDATA[[ 18. M&#228;rz 2010; ] (ailing – engl.: angeschlagen, marode)
Dank der Politik von SPD, CDU, Gr&#252;nen und FDP auf Bundesebene wissen die Kommunen nicht ein noch aus – was bezahlen, wo noch sparen? Auch unsere sch&#246;ne Stadt an der F&#246;rde ist betroffen. Jetzt wird der Wind in der „Sailing City“ richtig rauh.

Der Stadtrat f&#252;r Finanzen, Gert Meyer mit Namen, hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">18. M&auml;rz 2010</td></tr></table><p>(ailing – engl.: angeschlagen, marode)<br />
Dank der Politik von SPD, CDU, Gr&#252;nen und FDP auf Bundesebene wissen die Kommunen nicht ein noch aus – was bezahlen, wo noch sparen? Auch unsere sch&#246;ne Stadt an der F&#246;rde ist betroffen. Jetzt wird der Wind in der „Sailing City“ richtig rauh.</p>
<p>Der Stadtrat f&#252;r Finanzen, Gert Meyer mit Namen, hat sich aufgemacht und Stellen im Haushaltsplan gesucht, die man streichen, k&#252;rzen, einsparen oder zumindest deren Aufstockung reduzieren kann. Und so hat er zur Ratsversammlung am 18.03.2010 eine lange Liste vorgelegt. Aber ist es nun Zufall, dass in seiner Begr&#252;ndung die sozialen Ausgaben sogleich unter dem Punkt „Zu 1.“ als finanzielle Belastung der Kommune genannt werden?</p>
<p>Der Gesamtbereich „Schule“ ist gem&#228;&#223; Finanzverwalter Meyer noch der einzig verbliebene Sektor, der mit gesteigerten Zusch&#252;ssen rechnen kann. Allerdings sieht seine Vorlage eine Halbierung der urspr&#252;nglichen Aufstockung vor. Man kann sich drehen wie man will – es handelt sich letztlich um eine K&#252;rzung!<br />
<span id="more-1369"></span><br />
Die Kieler Ratsfraktion Direkte Demokratie ist der Meinung, dass sich jedes Sparen im Gesamtbereich „Schule“ verbietet, wenn das von Kieler Oberb&#252;rgermeister Albig anvisierte Ziel der „Education City“ nicht zur leeren Phrase verkommen soll! Im Gegenteil: die Stadt muss noch mehr Kr&#228;fte freisetzen, um allen Menschen dieser Stadt Bildung zu erm&#246;glichen.</p>
<p>Dabei reicht es allerdings nicht aus Schulgeb&#228;ude zu sanieren. Aufgaben dieser Art sind Grundvoraussetzung, um Schule stattfinden zu lassen – sind eben Pflichtaufgabe der Kommune. Von einem “Mehr” an Ausgaben f&#252;r den Schulunterricht (man munkelt, Bildung findet im Unterricht statt!) ist den Lehrern von Kieler Schulen, mit denen die Ratsfraktion Direkte Demokratie sprach, nichts bekannt.</p>
<p>Es waren die Bundespolitiker von SPD, CDU, Gr&#252;nen und FDP in Berlin, die Hand an die Finanzausstattung der Kommunen gelegt haben. Man ist es leid, Sonntagsreden &#252;ber die sonnige Zukunft unserer gebildeten Kinder zu h&#246;ren, aber kommt es auf Taten an, dann sieht es d&#252;ster aus! Daher ist es ein Skandal, jetzt auf dem R&#252;cken von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise ausbaden zu lassen! Und es ist nicht mutig, sondern ein zum Himmel schreiender Skandal, dass im Bereich der Wohlfahrtspflege – also bei den &#196;rmsten der Armen gespart werden soll!</p>
<p>Armut geht tiefer, als nur wenig Geld zu haben. Wie anderswo auch bedeutet Armut in Kiel vielf&#228;ltige Benachteiligungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen und Freizeit. Ach, aber richtig, das sind ja Ressorts, in denen gespart werden soll.</p>
<p>Kiel – Ailing City</p>
<p>Gem&#228;&#223; dem Antrag 0181/2010 nur H&#228;lftige Steigerung der an sich vorgesehen Ausgaben:<br />
PB 21: Allgemeinbildende Schulen<br />
PB 22: F&#246;rderzentren<br />
PB 23: Berufliche Schulen<br />
PB 24: Schul- und sch&#252;lerbezogene Leistungen / Einrichtungen</p>
<p>Gem&#228;&#223; dem Antrag 0181/2010 Reduzierung f&#252;r 2010 um 5 % u.a. auch hier:<br />
PB 26: Kultur<br />
PB 27: Volksbildung<br />
PB 28: Heimat- und sonstige Kulturpflege<br />
PB 32: Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz<br />
PB 33: F&#246;rderung von Tr&#228;gern der Wohlfahrtspflege<br />
PB 34: Unterst&#252;tzungsleistungen f&#252;r besondere Personengruppen<br />
PB 35: sonstige soziale Hilfen und Leistungen<br />
PB 41: Gesundheitsdienste<br />
PB 51: R&#228;umliche Planung und Entwicklung<br />
PB 54: Verkehrsfl&#228;chen und –anlagen, &#214;PNV<br />
PB 55: Natur- und Landschaftspflege<br />
PB 56: Umweltschutz<br />
PB 57: Wirtschaft und Tourismus</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rathaussplitter: Direkte Demokratie gegen Albig bei den Stadtwerken</title>
		<link>http://mitmachen.dd-kiel.de/2010/03/19/rathaussplitter-direkte-demokratie-gegen-albig-bei-den-stadtwerken/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 23:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratsversammlung]]></category>
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		<category><![CDATA[GRÜNE]]></category>
		<category><![CDATA[LINKE]]></category>
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		<category><![CDATA[SSW]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Enthaltung von FDP und LINKEN und Ja-Stimmen von SPD-GR&#220;NEN-SSW wurde OB Albig heute u.a. in den Aufsichtsrat der Stadtwerke gehievt. Einzig die CDU (inhaltlich etwas anders aktzentuiert) schloss sich der Haltung der Direkten Demokratie an:
NEIN!
&#196;mterh&#228;ufung&#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Enthaltung von FDP und LINKEN und Ja-Stimmen von SPD-GR&#220;NEN-SSW wurde OB Albig heute u.a. in den Aufsichtsrat der Stadtwerke gehievt. Einzig die CDU (inhaltlich <em>etwas anders</em> aktzentuiert) schloss sich der Haltung der Direkten Demokratie an:<br />
NEIN!</p>
<p>&#196;mterh&#228;ufung&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Antwort auf Grosse Anfrage: Umsetzung § 47f GO &#8211; Kinderbeteiligung in der Landeshauptstadt Kiel</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 04:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 18. Januar 2010; 18. Februar 2010; 18. M&#228;rz 2010; 15:00; ] [caption id="attachment_1015" align="alignright" width="140" caption="Kiel"][/caption]
 Antwort

Stadtrat M&#246;ller     Kiel, 03.03.2010
Dezernent f&#252;r Soziales, Jugend, Gesundheit, Wohnen, Schule und Sport

Antwort auf die Gro&#223;e Anfrage

Drucksache 0084/2010 
Umsetzung § 47 f GO - Kinderbeteiligung in der Landeshauptstadt Kiel
der Ratsfraktion Direkte Demokratie vom 18.01.2010 zur Ratsversammlung am 18.03.2010

Die zur Sitzung der Ratsversammlung am 18.03.2010 gestellte Gro&#223;e Anfrage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">18. Januar 2010</td></tr><tr><td colspan="3">18. Februar 2010</td></tr><tr><td colspan="3">18. M&auml;rz 2010</td></tr><tr><td colspan="3">15:00</td></tr></table><div id="attachment_1015" class="wp-caption alignright" style="width: 150px"><a href="http://mitmachen.dd-kiel.de/wp-content/uploads/2010/02/Kiel.png"><img src="http://mitmachen.dd-kiel.de/wp-content/uploads/2010/02/Kiel.png" alt="Kiel" title="Kiel" width="140" height="147" class="size-full wp-image-1015" /></a><p class="wp-caption-text">Kiel</p></div>
<h3> Antwort</h3>
<p>Stadtrat M&#246;ller     Kiel, 03.03.2010<br />
Dezernent f&#252;r Soziales, Jugend, Gesundheit, Wohnen, Schule und Sport</p>
<p><b>Antwort auf die Gro&#223;e Anfrage</b></p>
<p>Drucksache 0084/2010<br />
Umsetzung § 47 f GO &#8211; Kinderbeteiligung in der Landeshauptstadt Kiel<br />
der Ratsfraktion Direkte Demokratie vom 18.01.2010 zur Ratsversammlung am 18.03.2010</p>
<p>Die zur Sitzung der Ratsversammlung am 18.03.2010 gestellte Gro&#223;e Anfrage beantworte ich wie folgt:</p>
<p><strong>Frage 1: Sieht die Stadt die Regelungen des § 47f GO als verbindlichen und unhintergehbaren Gesetzesauftrag an?</strong></p>
<p>Antwort: Die Landeshauptstadt Kiel sieht im § 47 f GO einen verbindlichen Auftrag f&#252;r die Stadt. Dieses wird u.a. deutlich durch die bereits seit vielen Jahren in unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung durchgef&#252;hrten Beteiligungsverfahren. Beteiligungsprojekte werden durchgef&#252;hrt z.B. vom Amt f&#252;r Schule, Kinder- und Jugendeinrichtungen, vom Gr&#252;nfl&#228;chenamt, bei den Projekten im Rahmen der Ma&#223;nahmen von „Soziale Stadt“/ Stadtteilb&#252;ros, dem Tiefbauamt und / oder dem Stadtplanungsamt.<br />
<span id="more-1279"></span><br />
Generell ist im Verfahren bei Bau(leit)planungen eine grunds&#228;tzliche Beteiligung der &#196;mter, der Abteilungen, der Ortsbeir&#228;te sowie eine B&#252;rger- und B&#252;rgerinnenbeteiligung vorgesehen (aktuelle Beispiele: Schulwegsicherungsvorhaben, Sport- und Begegnungspark Gaarden, Freizeit- und Bewegungspark Mettenhof, Ideenwerkstatt Umgestaltung Bl&#252;cherplatz, Entwicklung Zentralbad Kiel, Mensa und Sporthallenplanung Ricarda-Huch- und Goetheschulen, Integrative Stadtteilplanung Ellerbek/Wellingdorf,…. ).</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus sind im Rahmen der einzelfallbezogenen Hilfen in den Leistungsgrundlagen des SGB VIII entsprechende Vorgaben vorgesehen, die umgesetzt werden, sich aber nicht direkt auf § 47 f GO beziehen (z.B. §§ 8 und 36 SGB VIII).</p>
<p>Die Veranstaltungen „Jugend im Rat“ (Politik, Verwaltung, Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren) wurden in den vergangenen Jahren von der Kinder- und Jugendkommission Kiel durchgef&#252;hrt.</p>
<p><strong>Frage 2: Welche Mittel hat die Stadt Kiel in den Haushaltsjahren 2007, 2008 und 2009 f&#252;r die pflichtige Selbstverwaltungsaufgabe der Kinder- und Jugendbeteiligung gem&#228;&#223; § 47f GO aufgewendet?</strong></p>
<p>Nach Auskunft des Amtes f&#252;r Finanzwirtschaft sind die Aufwendungen f&#252;r die Kinder- und Jugendbeteiligung nicht explizit feststellbar, weil sie innerhalb des Rechnungswesens nicht als eigenst&#228;ndiges Abrechnungsobjekt definiert sind. Eine solche Abgrenzung sehen weder der Produktrahmenplan des Landes noch der daraus abgeleitete Produktplan der Stadt vor.</p>
<p>Die im Rahmen der Beteiligungsverfahren entstehenden Aufwendungen flie&#223;en in der Regel in den Gesamtkontext der Ma&#223;nahmen / Projekte ein.</p>
<p>Beispiele:</p>
<p>Im F&#246;rdergebiet Soziale Stadt Ostufer werden die Beteiligungsveranstaltungen vom B&#252;ro Soziale Stadt durchgef&#252;hrt, die Kosten sind in den Personalkosten f&#252;r das B&#252;ro enthalten. F&#252;r die zwei Ma&#223;nahmen im F&#246;rdergebiet Mettenhof wurden externe Anbieter beauftragt, f&#252;r die Beteiligungen (in einem Fall eine Lehrer/innenqualifikation zum Thema Zukunftswerkst&#228;tten, um die 500 Sch&#252;ler/innen zu erreichen) wurden zusammen rund 10.000 Euro veranschlagt.</p>
<p>Im Amt f&#252;r Schule, Kinder- und Jugendeinrichtungen wurden f&#252;r die jeweiligen Beteiligungsverfahren – im Rahmen der Haushaltmittel – Ausgaben von 200,&#8211; bis 1.500,- Euro veranschlagt.</p>
<p><strong>Frage 3: Haben die in Kiel lebenden Kinder und Jugendlichen einen Einfluss darauf, in welcher Form der § 47 f GO umgesetzt wird?</strong></p>
<p>Antwort: Art und Umfang der jeweiligen Beteiligungsverfahren sind nicht vorgeschrieben. Diese „offene“ Form bedeutet, dass die jeweiligen Prozesse individuell auf die regionalen und sozialr&#228;umlichen Gegebenheiten zugeschnitten sein sollen und sein d&#252;rfen.</p>
<p>Eine aktuelle im Februar 2010 vorgenommene Stellungnahme des Rechtsamtes der Landeshauptstadt Kiel nimmt hierzu wie folgt Stellung: „Die Zust&#228;ndigkeit der Gemeindevertretung f&#252;r alle wichtigen Entscheidungen in Selbstverwaltungsangelegenheiten (§ 27 Abs. 1 Satz 2 GO) wird durch § 47 f GO nicht ber&#252;hrt. Das Ob einer gemeindlichen Planung oder eines &#246;ffentlichen Vorhabens sowie die Grundsatzbestimmung der Inhalte bleiben Sache des Rates. Der Gesetzgeber hat die Kinder- und Jugendbeteiligung nicht institutionalisiert und einem Beirat mit Antragsrechten an die Gemeindevertretung zugeordnet. Er verzichtet vollst&#228;ndig auf die Vorgabe von Umsetzungsstandards und gibt den Gemeinden f&#252;r die Ausf&#252;llung der Norm einen weiten Ermessensspielraum. Die Gemeinden d&#252;rfen selbst entscheiden, welche Art und Weise der Jugendbeteiligung dem konkreten Vorhaben gerecht wird und in welchem Verfahren Kinder und Jugendliche zu Wort kommen k&#246;nnen (vgl. dazu die amtliche Begr&#252;ndung zu § 4 Abs. 3 Jugendf&#246;rderungsgesetz – JuF&#246;G – als Ausgangsnorm f&#252;r § 47 f GO – Schl.-H. Landtag – Drucksache 12/1594 Seite 34; Bracker/Dehn, Gemeindeordnung Schl-H., 7. Aufl. 2009, § 47 f Erl. 3 ff; Rentsch/Ziertmann, Gemeindeverfassungsrecht Schl.-H., 1. Aufl. 2008, § 47 Rdnr. 2). Wichtig ist, dass sich die Beteiligung nicht in einer reinen Informationsveranstaltung ersch&#246;pft. Es kommen zahlreiche Beteiligungsmodelle in Betracht (vgl. die Antwort der Landesregierung auf die Gro&#223;e Anfrage der Fraktion B&#252;ndnis 90/DIE GR&#220;NEN, Kinder- und Jugendbeteiligung: Umsetzung des § 47 f GO  – Schl.-H. Landtag – Drucksache 16/2840 vom 03.09.2009 Seite 20 ff). Alle Verfahren setzen aber schon wegen des jugendlichen Alters der Beteiligten einen Rahmen aus konkreten und anschaulichen Projektdaten voraus. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass die Gemeindevertretung die Grunds&#228;tze der Kinder- und Jugendbeteiligung beschlie&#223;t (vgl. die Antwort der Landesregierung auf die Gro&#223;e Anfrage der Fraktion B&#252;ndnis 90/DIE GR&#220;NEN, Kinder- und Jugendbeteiligung: Umsetzung des § 47 f GO, a. a. O. S. 45 vom September 2009)“.</p>
<p><strong>Frage 4: Welche Aktivit&#228;ten (Art und Anzahl der Verfahren, Themen, Zielgruppen, Auswirkungen der Beteiligung) hat die Stadt Kiel in den Jahren 2007, 2008 und 2009 im Rahmen der Umsetzung des § 47 f GO entfaltet?</strong></p>
<p>Antwort: Seit 2004 werden Zukunftswerkst&#228;tten zu Neubaupl&#228;nen von z.B.</p>
<p>Spielpl&#228;tzen und Schulhofgestaltungen in den F&#246;rdergebieten „Soziale Stadt“ in Kooperation mit den dortigen Stadtteilb&#252;ros sowie grunds&#228;tzlich bei allen gr&#246;&#223;eren Spielraumplanungen Beteiligungen von Kindern / Jugendlichen / Erwachsenen durchgef&#252;hrt.</p>
<p>Beteiligungen von Kindern in Jugendeinrichtungen und Kindertageseinrichtungen zur Programm-, Raum- und Au&#223;enfl&#228;chengestaltung, Aushandeln von  Regeln und gemeinsamen Vorhaben, Kinderkonferenzen, Gruppen-, Hausversammlungen geh&#246;ren seit vielen Jahren zum „Alltagsgesch&#228;ft“.</p>
<p>Beispiele zur Beteiligung von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern an Schulen bei der Schulhofumgestaltung innerhalb der letzten 3 Jahre<br />
Durchgef&#252;hrt von:<br />
1.   Lehrkr&#228;ften der Schulen<br />
2.   F&#246;rder- und Elternvereinen der Schulen<br />
3.   Externen Moderatoren/innen<br />
4.   P&#228;dagogischen Fachkr&#228;ften mit Moderatorenausbildung des Amtes f&#252;r Schule, Kinder- und Jugendeinrichtungen<br />
·    Schulen am G&#246;teborgring (umfangreiche Beteiligung , Planungszirkelmethode innerhalb 3er Planungszirkel im Jahre 2007)<br />
·    Grundschule Suchsdorf  (naturnahe Umgestaltung des Schulhofes im Jahre 2007)<br />
·    Goetheschule (naturnahe Schulhofgestaltung im Jahre 2007/2008)<br />
·    Gerhart-Hauptmann-Schule (naturnahe Gestaltung einer Teilfl&#228;che des Schulhofes im Jahre 2007)<br />
·    Matthias-Claudius-Schule  (Erstellung einer Priorit&#228;tenliste  f&#252;r k&#252;nftige Umgestaltung)<br />
·    Gutenbergschule (Auswahl von Spiel- und Sportger&#228;ten im Jahre 2006/07)<br />
·    Gorch-Fock-Schulen (Auswahl von Spiel- und Sportger&#228;ten im Jahre 2007)<br />
·    Uwe-Jens-Lornsen Schule (Auswahl von Spiel- und Sportger&#228;ten als Ersatz f&#252;r defektes Gro&#223;spielger&#228;t im Jahre 2008)</p>
<p>    * Integrierte Gesamtschule Friedrichsort  (auf Initiative Skateboard fahrender Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler soll in Absprache mit der Schulleitung auf dem Schulgel&#228;nde eine Skateboard-Anlage entstehen)<br />
    * Hans-Geiger-Gymnasium (Aufstellen einer Kletterseil-Pyramide in 2009)<br />
    * Ernst-Barlach-Gymnasium (naturnahe Umgestaltung einer Teilfl&#228;che des Schulhofes in 2009 sowie Aufstellen eines Spielger&#228;tes)<br />
    * Grund-und Hauptschule Holtenau (Aufstellen einer Kletterseil-Pyramide in 2009)<br />
    * Gemeinschaftsschule am Brook (Herrichtung und Sanierung von Sportfl&#228;chen auf dem Schulgel&#228;nde in 2009)<br />
    * Hans-Christian-Andersen-Schule (Aufstellen von Spielger&#228;ten in 2009)<br />
    * Max-Planck-Gymnasium (Erstellen von Skizzen und Pl&#228;nen f&#252;r gr&#246;&#223;ere Schulhofumgestaltungen in den kommenden Jahren)</p>
<p>Beispiele zur Beteiligung von M&#228;dchen und Jungen bei der Spielplatzumgestaltung innerhalb der letzten Jahre<br />
Spielplatzgestaltungen:<br />
    * 2009 Integrativer Spielplatz Mittelstra&#223;e (Kita Sternstra&#223;e)<br />
    * 2009 Gr&#252;ner Berg, Dorfjugend Alt-Schilksee<br />
    * 2009: Gestaltung des Au&#223;enspielgel&#228;ndes der neuen Einrichtung Johannesstra&#223;e (alle Kinder der bestehenden Einrichtung Johannesstra&#223;e und Schulstra&#223;e; die W&#252;nsche der Kinder sind Bestandteil der Planung)<br />
    * 2008 Hedenholz – Eltern und Kinder<br />
    * 2007/08 KSP Gerhardstr.: 6. Klasse der Gelehrtenschule<br />
    * 2007 KSP Groenhoffweg: Kinder aus der KTE Lummerland<br />
    * 2007 KSP Postillionweg (Kinder / Jgdl.  aus dem Wohngebiet)<br />
    * 2007 Betreuter Spielplatz Gutenberger (Kinder / Jgdl. aus Treff)<br />
    * 2007 Bolzplatz Schulredder: Sanierung mit Jugendlichen aus dem Treff<br />
    * 2006 Tauernweg – Eltern und Kinder<br />
    * 2006 KSP Schreyweg (Kinder aus dem Jugendtreff Wellingdorf)<br />
    * 2006 Skateanlage Mettenhof (Skaterteam)</p>
<p>weitere Aktionen auf Kinderspielpl&#228;tzen (KSP):<br />
    * 2010 Stand auf der Ehrenamtsmesse mit Kindern und Jugendlichen  KSP Sedanstr. und Bolzplatz Schulredder / Jugendtreff Nord<br />
    * 2009 KSP Sedanstra0e: Bunkerruine angemalt (mit Kindern aus der Nachbarschaft)<br />
    * 2008 Stand auf der Ehrenamtsmesse mit Kindern der Gelehrtenschule<br />
    * 2008 KSP K&#246;rnerstr.: Gestaltung der Fl&#228;che (Pflanzen, Findlinge, Zaun) mit Kindern des Integrativen KiGa Sternstr. (Kaleidoskop)</p>
<p>Einrichtung und Unterst&#252;tzung von mittlerweile rund 60 ehrenamtlichen Spielplatzpatenschaften<br />
    * seit 2005 ca. 70 Spielplatzfeste durch Spielplatzpatinnen und -paten unter Beteiligung der Anwohnerschaft</p>
<p>Ortsbeir&#228;te: Sondersitzungen zu  mit/f&#252;r Jugendlichen, oder Turnussitzungen mit speziellen Tagesordnungspunkten f&#252;r Jugendliche in j&#252;ngerer Vergangenheit<br />
z.B.<br />
    * Ortsbeirat Schilksee (insbesondere hinsichtlich gew&#252;nschter Skate-Anlage)<br />
    * Ortsbeirat Wik<br />
    * Ortsbeirat E´hagen<br />
    * Ortsbeirat Hassee/Vieburg (im Jugendtreff Hassee)<br />
    * Ortsbeirat Ellerbek/Wellingdorf<br />
    * Ortsbeirat Wellsee/Kronsburg/R&#246;nne (im Jugendtreff &#8220;Juwel&#8221; des DRK)<br />
    * Ortsbeirat Holtenau (mit Jugendbeteiligung zum Thema &#8220;Skate-Anlage f&#252;r Holtenau&#8221; im Jugendtreff Holtenau)<br />
    * Ortsbeirat Suchsdorf (Jugendbeteiligung zu den Themen &#8220;Streetball und Skate-Anlage&#8221; f&#252;r Suchsdorf)</p>
<p>&#220;bersicht der seit 2007 im Rahmen von Soziale Stadt durchgef&#252;hrten Verfahren:</p>
<p>A ) Sport- und Begegnungspark Gaarden 2008: Beteiligung von Hans-Christian-Andersen-Hort in der Helmholtzstra&#223;e, AWO Frauen- und M&#228;dchentreff, M&#228;dchentreff der Stadt, Hort in der Helmholtzstra&#223;e</p>
<p>B) Stadtteilfest Wellingdorf 2009: URBAN-B&#252;ro hat zur Planung des Stadtteilfestes Wellingdorf M&#228;dchen des Jugendtreffs Stolzeweg zum „Sozialen Tag“ eingestellt, um das Stadtteilfest mit vorzubereiten. Es sind Spiele vorbereitet worden, die dann von den M&#228;dchen auf dem Stadtteilfest betreut wurden (unter Aufsicht von Patenst&#228;nden)</p>
<p>C) Planung der Umgestaltung Zum Brook 2009: eine Gruppe von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern der angrenzenden Schule hat umfangreiche &#220;berlegungen zur Aufwertung gemacht, die dann in die Pl&#228;ne eingeflossen sind</p>
<p>D) Umgestaltung Vinetaplatz: Die AWO/R&#228;ucherei hat mit Kindern/Jugendlichen Ideen gesammelt, die in die Planungen eingeflossen sind</p>
<p>E) Schulen am G&#246;teborgring – Schulhofumgestaltung im Rahmen der multifunktionalen Schule: Multiplikatorenschulung der Lehrer/innen</p>
<p>F) Freizeit- und Bewegungspark Heidenberger Teich: Kindergartenkinder und Sch&#252;lerparlament der benachbarten Kindertagesst&#228;tte und Schule wurden eingeladen. Es wurde zusammen eine Ortsbesichtigung gemacht, dann Ideen gesammelt, diskutiert und eine Kreativaktion („Mein Traumspielplatz“) durchgef&#252;hrt.</p>
<p><strong>Frage 5: &#220;ber welchen Zeitraum erstrecken sich die einzelnen Verfahren und Ma&#223;nahmen?</strong></p>
<p>Antwort: Die einzelnen Verfahren erstrecken sich im zeitlichen Umfang von 1 bis zu 10 Tagen. Die zeitlichen Vorgaben richten sich in der Regel nach Umfang und Ausma&#223; des Vorhabens. L&#228;ngerfristige Beteiligungen z.B. im Rahmen Soziale Stadt und / oder auf Schulh&#246;fen werden ggf. in mehreren Abschnitten durchgef&#252;hrt und k&#246;nnen &#252;ber ein oder zwei Schuljahre hinweg geplant werden.</p>
<p>Manche zun&#228;chst zeitlich befristete Beteiligung m&#252;ndet anschlie&#223;end in die</p>
<p>&#220;bernahme einer unbefristeten Spielplatzpatenschaft.</p>
<p><strong>Frage 6: Wie viele Kinder und Jugendliche waren jeweils daran beteiligt?</strong></p>
<p>Antwort: Beteiligungsprozesse im Rahmen der Spielraumplanung werden in der Regel mit mindestens 30 – 40 Kindern und Jugendlichen m&#246;glichst aus dem umliegenden Wohnbereich durchgef&#252;hrt.</p>
<p>Bei Schulhofgestaltungen sowie Schulraumplanungen werden mehrere Klassen oder die ganze Schule beteiligt.<br />
An den Beteiligungsverfahren im Rahmen „Soziale Stadt“ nahmen teil: (siehe Frage 4)</p>
<p>A) ca. 60</p>
<p>B) 12</p>
<p>C) 1 Klasse</p>
<p>D) ca. 10</p>
<p>E) ca. 500 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler</p>
<p>F) 22</p>
<p><strong>Frage 7: Welche Auswirkungen auf die Motivation, die Mitwirkung und die Kontinuit&#228;t der Beteiligung der Kinder- und Jugendlichen hatten die unterschiedlichen Verfahren und Ma&#223;nahmen?</strong></p>
<p>Antwort:<br />
    * die Beteiligten waren rege und motiviert, was auch die Dokumentation zeigt</p>
<p>    * unterschiedlich; einige M&#228;dchen waren stark engagiert, einige verloren schnell die Lust an der Aktion</p>
<p>    * das Ergebnis zeugt von einem hohen Engagement</p>
<p>    * nach Aussagen der AWO haben die Kinder Interesse und Kreativit&#228;t bei ihren &#220;berlegungen gezeigt</p>
<p>    * die Dokumentationen zeugten von gro&#223;em Interesse</p>
<p>    * die Dokumentationen zeigen gro&#223;es Interesse und Ideenreichtum</p>
<p>Insgesamt zeigen die Erfahrungen, dass sich Kinder und Jugendliche gerne an Planungen beteiligen. Sie sind schnell motivierbar und leben ihre Kreativit&#228;t aus, nicht zuletzt auch weil es „was Neues“ ist, dass nicht allt&#228;glich passiert. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ergibt auch oft eine neue Perspektive auf Planungen.</p>
<p>Es zeigt sich allerdings auch, dass die Beteiligung ma&#223;voll betrieben werden sollte, da insbesondere die Kleineren noch kein Verh&#228;ltnis zu den Kosten haben. Dies zeigen z. B. auch j&#252;ngste Ergebnisse im Rahmen der Beteiligung zur Umgestaltung des Vinetaplatzes: So wurde z. B. eine Seilbahn</p>
<p>&#252;ber den Platz erdacht, die als nicht realisierbar einzustufen ist. Auch zeigt die Erfahrung, dass Kinder und Jugendliche den Spa&#223; an dem Thema mit der Dauer der Beteiligung verlieren. Und es zeigt sich auch, dass Kinder und Jugendlich mit etwas schnell „Fassbarem“ eher umgehen k&#246;nnen als mit einer Planung, die erst in ferner Zukunft umgesetzt wird. Die Beteiligung zur Umgestaltung des Kinderspielplatzes Schreyweg (2006/7) mit Kindern und Jugendlichen ist hier ein gutes Beispiel: Obwohl die Umsetzung nach der Beteiligung „nur“ etwas mehr als ein halbes Jahr gedauert hat, berichteten die Kinder, dass „es ihnen viel zu lange gedauert habe“. (R&#252;ckmeldung aus den Stadtteilb&#252;ros / Soziale Stadt)</p>
<p>Die Aussagen der Stadtteilb&#252;ros k&#246;nnen auf alle Beteiligungsverfahren &#252;bertragen werden. Am Beispiel der Skateanlage in Mettenhof kann noch erg&#228;nzt werden, dass sich jugendliche ehrenamtliche Paten unter Anleitung eines freien Tr&#228;gers der Jugendarbeit (Jugendb&#252;ro Mettenhof) bereits seit vielen Jahren um die Anlage k&#252;mmern.</p>
<p>Aktuelle Beispiele die hervorgehoben werden sollten:</p>
<p>Die neu errichtete Skate-Anlage in Holtenau unter der Hochbr&#252;cke im Oktober 2009 wurde unter ma&#223;geblicher Beteiligung von Jugendlichen geplant. Den Beginn des Projektes l&#228;utete eine Unterschriftenliste ein mit 600 Eintragungen von Jugendlichen, B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern aus dem Stadtteil Holtenau.</p>
<p>In einer Jugendversammlung im Jugendtreff Holtenau wurde mit Unterst&#252;tzung des Kieler Skateboard-Vereins die Ausstattung mit einzelnen Fahrelementen diskutiert und dann der Parcours so beschlossen.</p>
<p>Beteiligung zur Ausgestaltung des Zentralbades: Am 11. und 12. Februar 2010 nahmen 50 junge Menschen im Alter von 9 – 17 Jahren an einer Zukunftswerkstatt teil. Trotz Eis und Schnee, eingeschr&#228;nktem Busverkehr und Schulausfall kamen an beiden Tagen alle Kinder und Jugendlichen und haben mit viel Interesse und hoher Motivation ihre Ideen und W&#252;nsche gesammelt und dokumentiert.</p>
<p><strong>Frage 8: Wie und in welcher Form ist die Umsetzung der Kinder- und Jugendbeteiligung gem&#228;&#223; § 47f GO dokumentiert worden?</strong></p>
<p>Antwort: Grunds&#228;tzliche werden alle Projekte dokumentiert in Form von:</p>
<p>Protokollen<br />
Fotodokumentationen<br />
Berichten<br />
Zeitungsartikeln<br />
Plakaten<br />
Stellw&#228;nden</p>
<p>die Beteiligungen im Rahmen der Spielraumplanungen / Amt 54 sind seit 2005 regelm&#228;&#223;ig dokumentiert worden und werden j&#228;hrlich dem Fachausschuss vorgelegt. Eine chronologische Zusammenstellung  aller  bisherigen und zuk&#252;nftigen Beteiligungsverfahren (stadtweiten) liegt nicht vor und w&#252;rde an dieser Stelle den Rahmen sprengen.</p>
<p><em>Adolf-Martin M&#246;ller</em><br />
Stadtrat </p>
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		</item>
		<item>
		<title>PFI &#8211;&gt; PPP (= &#214;PP)&#8230; Wie aus der Privaten Finanz-Initiative die &#246;ffentlich-private-Partnerschaft wird</title>
		<link>http://mitmachen.dd-kiel.de/2010/03/08/pfi-ppp-oepp-ie-aus-der-privaten-finanz-initiative-die-oeffentlich-private-partnerschaft-wird/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 21:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JB</dc:creator>
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		<description><![CDATA[PRIVATE FINANCE INITIATIVE 
Verdienen an leeren Kassen
Die britische Premierministerin Margaret Thatcher, eine begeistere Anh&#228;ngerin des (neo)liberalen Vordenkers Milton Friedman, startete Mitte der 1990er Jahre eine umfassende Privatisierung &#246;ffentlicher Einrichtungen in Gro&#223;britannien. Mit British Telecom, British Airways, British Steel, British Airports, Rolls Royce, Thames Water und vielen mehr wurden nahezu alle &#246;ffentlichen Unternehmen verkauft. Das wenige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>PRIVATE FINANCE INITIATIVE </strong><br />
<strong>Verdienen an leeren Kassen</strong></p>
<p>Die britische Premierministerin Margaret Thatcher, eine begeistere Anh&#228;ngerin des (neo)liberalen Vordenkers Milton Friedman, startete Mitte der 1990er Jahre eine umfassende Privatisierung &#246;ffentlicher Einrichtungen in Gro&#223;britannien. Mit British Telecom, British Airways, British Steel, British Airports, Rolls Royce, Thames Water und vielen mehr wurden nahezu alle &#246;ffentlichen Unternehmen verkauft. Das wenige was &#252;brig blieb verkaufte  ihr Nachfolger John Major.<br />
Die Gewerkschaften wurden entmachtet, die L&#246;hne gesenkt, w&#228;hrend auf der anderen Seite die Steuern f&#252;r Gewinne gesenkt und das Finanzwesen dereguliert wurden.</p>
<p>Die von der Politik versprochenen positiven Effekte der Privatisierung traten nicht ein. Daf&#252;r machten die “Privaten” exorbitant hohe Gewinne und es gab Entlassungswellen und die verkauften &#246;ffentlichen G&#252;ter sorgten f&#252;r negative Dauerschlagzeilen in der Presse.<br />
Die katastrophalen Folgen  f&#252;r die Bev&#246;lkerung waren ausschlaggebend f&#252;r Wahlsieg der Labour Party  mit Tony Blair, die im &#252;brigen vorher in der Opposition diesen Privatisierungen zugestimmt hatte.<br />
<span id="more-1249"></span><br />
Privatisierungen waren in der &#214;ffentlichkeit nicht mehr zu rechtfertigen und so machten sich Unternehmer, „Finanzwirtschaft“ und die Politiker auf die Suche nach einem neuen Dreh. Die Zusammenarbeit von Beraterfirmen (KPMG, Pricewaterhouse Coopers, Arthur Andersen), Banken und New Labour mit Blair und Gordon Brown f&#252;hrte zu einem neuen Finanzinstrument namens  „Private Finance Initiative“ (PFI).<br />
<strong>Um jedoch die Offensichtlichkeit dieser Namensgebung besser zu verschleiern, wurde PFI dann in Public Private Partnership (PPP) umbenannt.</strong></p>
<p><strong>Die Begr&#252;ndung lautete (in Abgrenzung zu Privatisierungen) jetzt: </strong><br />
- wir verkaufen ja nichts, denn die &#246;ffentliche Hand und Private  treten als gleichberechtigte Partner auf.<br />
- bei einem PPP Projekt bietet der jeweilige Investor ein “Paket” mit einer Laufdauer von bis zu 30 Jahren an, dass Finanzierung, Planung, Bau, Sanierung und Betrieb beinhaltet und die &#246;ffentliche Hand zahlt lediglich eine Miete.<br />
- der PPP-Vertrag ist eine sogenannte Win-Win-Situation. Der Staat, das Land oder die Kommune k&#246;nnen ihren Aufgaben im Zusammenhang mit Schule, Gesundheit, Verkehr usw. nachkommen, ohne die eigene Kasse zu belasten. </p>
<p>Deutschland und andere L&#228;nder befinden sich in der gleichen Lage wie Gro&#223;britannien. Nach der gro&#223;en Welle der Privatisierungen (Enteignungen), die von nationalen &#246;ffentlichen Besitzt&#252;mern wie Telekom bis zu kommunalen Besitzt&#252;mern wie Wohnungsbaugesellschaften und Stromversorgern reicht, sind die Versprechungen einer Entschuldung der Haushalte ausgeblieben. Die Steuererleichterungen f&#252;r Unternehmer sorgten gleichzeitig f&#252;r Mindereinnahmen f&#252;r die Kommunen und die „Rettung“ von <em>systemtragenden</em> bankrotten Banken und Unternehmen hat die Staatsverschuldung weiter beschleunigt. Die daraus resultierende K&#252;rzung staatlicher Ausgaben wird  letztlich in den Kommunen umgesetzt, deren Schuldenlast sich permanent erh&#246;ht. Es ist wichtig zu verstehen, dass dies die Folgen einer Entwicklung sind, der die Parteien im Bundestag zugestimmt haben.<br />
So entstand ein neuer „Sachzwang“, der dem neuen Heilmittel PPP  einen Schub verleiht. Die bei der PPP Beratung und Vertragsgestaltung f&#252;hrende Kanzlei Freshfields benennt das Ziel unverbl&#252;mt. F&#252;r sie sind neue Modelle f&#252;r die PPP Vertr&#228;ge die M&#246;glichkeit zum „permanenten Transfer &#246;ffentlichen Eigentums an den privaten Sektor“1. (1 „<a href="http://www.freshfields.com/publications/pdfs/2009/jun09/25830.pdf">Outlook for lnfrastructure 2009 and beyond</a>“ London 06,2009,  S. 17)<br />
Die Kanzlei hat auch die beiden <strong>Bankenrettungsgesetze</strong> (SoFFin und Hypo Real Estate) f&#252;r die Bundesrepublik entworfen.<br />
Freshfield geh&#246;rt  zum engeren Beraterkreis des Bundesfinanzministeriums und findet den Weg zum Bundeskanzlermat <em>ohne fremde Hilfe</em>.</p>
<p>Banken und auch &#246;ffentlich-rechtlichen Landesbanken bieten den Kommunen  <em>langfristige, individuell zugeschnittene Finanzierungsm&#246;glichkeit f&#252;r Investitionen</em>  <strong>Gro&#223;e Baukonzerne sind jetzt <em>Infrastrukturanbieter</em></strong> und haben allumfassende Angebote f&#252;r Schulen, Krankenh&#228;user, Altenheime usw. im Programm.<br />
Berater und Wirtschaftspr&#252;fer erschlie&#223;en stetig neue Bereiche f&#252;r PPP Projekte. </p>
<h3>(Vereinigte) Parteien als Helfershelfer der Enteignung </h3>
<p>Die Rot/Gr&#252;ne Regierung unter Schr&#246;der importierte PPP, das auch zum Inhalt des sogenannten Sch&#246;der-Blair Papiers geh&#246;rte, nach Deutschland. Auf dem SPD-Parteitag 2003 in Bochum wurde ein Leitantrag des Parteivorstandes verabschiedet , in dem es hie&#223;: „&#214;ffentlich-private Partnerschaften sind ein neuer Weg, (&#8230;) um &#246;ffentliche Leistungen nicht nur mit geringeren Kosten schneller und fr&#252;her, sondern auch in h&#246;herer Qualit&#228;t“ bereitzustellen.</p>
<p>Am 04.07.2003 beschlo&#223; der Deutsche Bundestag den von SPD und Gr&#252;nen eingebrachten Antrag “&#214;ffentlich Private Partnerschaften”<br />
“&#214;ffentlich Private Partnerschaften (&#214;PP) sind ein wichtiger Baustein bei der Modernisierung unseres Staatswesens. Der Finanzierungsbedarf &#246;ffentlicher Haushalte auf der einen Seite, das hohe Leistungsniveau des Staates und der erhebliche Bedarf an modernen Infrastrukturen auf der anderen Seite zwingen dazu, &#252;ber die traditionelle Arbeitsteilung zwischen Staat und Privatwirtschaft neu nachzudenken. &#214;ffentlich Private Partnerschaften sind ein neuer und oft auch erfolgreicherer Weg der Bereitstellung von &#246;ffentlichen Leistungen. Mit &#214;PP k&#246;nnen &#246;ffentliche Leistungen nicht nur mit geringeren Kosten schneller und fr&#252;her, sondern auch in h&#246;herer Qualit&#228;t bereitgestellt werden.”<br />
(Unterzeichner: (Dr. Michael B&#252;rsch, Ludwig Stiegler, Klaus Brandner, Klaus Uwe Benneter, Ute Berg, Klaas H&#252;bner, Dr. Hans-Ulrich Kr&#252;ger, Dr. Elke Leonhard, Florian Pronold, Dagmar Schmidt (Meschede), Wilhelm Schmidt (Salzgitter), Reinhard Weis (Stendal), Dr. Margrit Wetzel, Franz M&#252;ntefering und der Fraktion der SPD sowie der Abgeordneten Volker Beck (K&#246;ln), Werner Schulz (Berlin), Katrin G&#246;ring-Eckardt, Krista Sager und der Fraktion B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN); <a href="http://gruene-bundestag.de/cms/initiativen/dok/22/22271.antrag_zu_oeffentlich_privaten_partnersc.html">Quelle</a></p>
<p>Auf dem SPD-Parteitag im November 2003 in Bochum wurde ein gleich lautender Leitantrag des Parteivorstandes verabschiedet: „ Der Finanzierungsbedarf &#246;ffentlicher Haushalte auf der einen Seite ………………. &#214;ffentlich-private Partnerschaften (&#214;PP) sind ein neuer Weg zur Bereitstellung &#246;ffentlicher Leistungen und ein wichtiger Baustein bei der Modernisierung unseres Staatswesens. Mit &#214;PP k&#246;nnen &#246;ffentliche Leistungen nicht nur mit geringeren Kosten schneller und fr&#252;her, sondern auch in h&#246;herer Qualit&#228;t bereitgestellt werden. (vgl. Beschluss&#252;bersicht 35, 26 des SPD-Parteitages in Bochum im November 2003).</p>
<p>Im M&#228;rz 2004 ver&#246;ffentlicht die SPD-Bundestagsfraktion einen „Wegweiser f&#252;r Kommunen“ (&#214;ffentlich Private Partnerschaften), dabei helfen die KPMG, Bearimg Point, die Deutsche Bank, der Haupverband der Deutschen Bauindustrie und andere. <a href="http://www.bauindustrie-bayern.de/fileadmin/docs_pub/akppp/pdf/5%20Wegweiser.pdf#58">Quelle</a></p>
<p>CDU/CSU, FDP und Gr&#252;ne bildeten ebenfalls ihre Arbeitsgruppen, in denen sich die gleichen Berater wiederfanden wie bei der SPD.</p>
<p>Mit dem „Gesetz zur Beschleunigung der Umsetzung von &#214;ffentlich Privaten Partnerschaften und zur Verbesserung gesetzlicher Rahmenbedingungen f&#252;r &#214;ffentlich Private Partnerschaften“ vom 7.9.2005 stellte bereits die Rot/Gr&#252;ne Regierung die Weichen. „Das &#214;PP-Beschleunigungsgesetz schafft jetzt gesetzliche Rahmenbedingungen, die Hemmnisse und Unklarheiten beseitigen, die die Umsetzung von &#214;ffentlich Private Partnerschaften in Deutschland bisher erschwert haben.” (<a href="http://www.wirfuerklaus.de">Webseite</a> von Claus Brandner, SPD)<br />
Durch dieses Gesetz sind Investoren beispielsweise beim Kauf von Grundst&#252;cken von der Grundsteuer befreit.  m&#252;ssen nur geringes Eigenkapital vorweisen und lediglich  der Generalunternehmer ist &#246;ffentlich auszuschreiben ist. </p>
<p>Bereits 2003 wurde im Bau- und Verkehrsministerium von SPD Minister Tiefensee eine staatliche PPP-Task-Force eingerichtet, der entspechende PPP-Task-Forces auf L&#228;nderebene folgten.<br />
Die PPP Task Force im Bundesministerium beendete zum 28. Februar 2009 ihre T&#228;tigkeit, weil sich mit der „&#214;PP Deutschland AG „ein neues PPP-Kompetenzzentrums auf Bundesebene gegr&#252;ndet und die Arbeit bereits aufgenommen” hat. (<a href="http://www.bmvbs.de/Bauwesen/-,1521/Public-Private-Partnership-PPP.htm">Quelle</a>)</p>
<p>Bei der 2008 von der Bundesregierung gegr&#252;ndete „Partnerschaften Deutschland AG“ (PDAG – &#214;PP Deutschland AG)  geh&#246;ren Aktien dieser Gesellschaft nach englischem Vorbild dem Staat und einschl&#228;gigen Baukonzernen, Banken, Anwaltskanzleien und Beraterfirmen. Die PDAG soll nicht nur mit staatliche Stellen und Kommunen verhandeln, sondern damit auch Gewinne machen.<br />
Im Managament der PDAG sind ehemalige Ministerialbeamte aus dem Bundesfinanzministerium t&#228;tig. Sie erhalten hier das dreifache Gehalt und zus&#228;tzliche Boni bei der von ihnen zum Teil selbst konzipierten PDAG und haben ein vertraglich verbrieftes R&#252;ckkehrrecht in den Staatsdienst.<br />
Es lohnt sich einmal zu schauen (<a href="http://www.partnerschaften-deutschland.de">Quelle</a>) wer  im Management und im Aufsichtsrat sitzt.</p>
<p>Auch wenn im Vorherigen h&#228;ufiger die SPD auftauchte, muss deutlich festgestellt werden, dass ALLE PARTEIEN als T&#252;r&#246;ffner f&#252;r die Wirtschaft im PPP Bereich t&#228;tig sind; auch die Linke tr&#228;gt &#252;berall dort, wo sie mitregiert  ihr Scherflein bei.</p>
<p>Die &#220;bertragung &#246;ffentlicher Funktionen mit langfristigen Vertr&#228;gen in denen die Private dominiert, ist nichts anderes als eine neue Form der Privatisierung.<br />
Bei der Entscheidung f&#252;r ein PPP-Projekt geht es im jeweiligen poltischen Beschlu&#223;gremium um einen sogenannten <em>Wirtschaftlichkeitsvergleich</em>. In diesem Vergleich sollen die Kosten von PPP mit den Kosten bei einer Durchf&#252;hrung durch die &#246;ffentliche Hand verglichen werden. Den gutachterlichen Vergleich erstellen in aller Regel Beratungsfirmen, die im PPP Gesch&#228;ft t&#228;tig sind.<br />
Die Suche nach Investoren wird dann meist Wirtschaftspr&#252;fern &#252;bertragen, die dann auch die Angebote bewerten. Die Berater und Wirtschaftspr&#252;fer kommen manchmal einer Firma oder unterhalten seit Jahrzehnten Gesch&#228;ftsbeziehungen zu gro&#223;en Unternehmen (und Regierungen). Firmennamen wie Freshfields, Pricewaterhouse Cooper, KPMG haben in Deutschland bei der Abwicklung der alten DDR Fu&#223; gefasst und kennen ihre „Freunde“ in der Wirtschaft.</p>
<p>Am Ende der Verhandlungen stehen komplizierte Vertragswerke, die nicht selten diverse Grundvertr&#228;ge enthalten. Diese Vertr&#228;ge unterliegen der Geheimhaltung. Das hei&#223;t &#8211; wenn im nicht-&#246;ffentlichen Teil von Gemeinde-, Landtags- oder Bundestagssitzungen dar&#252;ber entschieden wird, liegen die Inhalte der Vertr&#228;ge NICHT vor. </p>
<p>Einen PPP Vertrag schlie&#223;t die &#246;ffentliche Hand mit einem Generalunternehmer. Der Generalunternehmer kann f&#252;r jedes einzelne Projekt eine eigene Projektgesellschaft gr&#252;nden. Der Generalunternehmer hat somit die Entscheidungsmacht, kann Risiken verlagern (z.B. auf Subunternehmer) und kann durch Dumpingl&#246;hne zus&#228;tzliche Gewinne absch&#246;pfen </p>
<p>PPP Anbieter werben mit  „geringeren Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten durch “Lebenszyklusansatz” und mit “Synergieeffekten durch ganzheitliche Projektrealisierung aus einer Hand”.6   Dazu wird damit geworben, dass die &#246;ffentliche Hand den Vorteil hat, dass die Generalunternehmer selbst auf die langfristigen Folgen achten m&#252;ssten, um ihre Gewinne zu sichern.</p>
<p>Alles Mumpitz. Der PPP-Markt in Deutschland ist fest in der Hand von sechs sogenannten Infrastrukturanbietern: Hochtief, Bilfinger Berger (Deutschland),  SKE (deutscher Ableger von Vinci, Frankreich),  Serco (England), Goldbeck und Royal BAM Group (Niederlande). Allein die Rolle des Generalunternehmern zentrieren alle Vorteile bei ihm.<br />
Der Lebenszyklus zum Beispiel von Geb&#228;uden kann aus Sicht der &#246;ffentlichen Hand (und damit der B&#252;rgerInnen) nicht auf 20 bis 30 Jahre angelegt sein. Die Verantwortung eines Investors endet genau nach 20-30 Jahren – also  genau nach der Zeit, in der es einen Renovierungs- oder Erneuerungsbedarf gibt.</p>
<p>Die Vertr&#228;ge belegen die inseitigen Vorteile der privaten Seite. Zu den PPP-Vertr&#228;gen geh&#246;rt die Vereinbarung, dass die beiden Parteien im Streitfall nicht vor ein ordentliches Gericht gehen. Stattdessen wird ein Schiedsgericht gebildet. Dazu einigen sich die Parteien auf einen „neutralen Dritten“, der  in aller Regel aus der „Wirtschaft“ kommt. Auf der lokalen Ebene ist dies dann beispielsweise ein Vertreter der Industrie- und Handelskammer. Die Sitzungen der Schiedsgerichte sind geheim.<br />
Sie haben verfolgen k&#246;nnen, wie beim bislang gr&#246;&#223;ten PPP-Projekt in Deutschland &#8211; Toll Collect (LKW-Maut) &#8211;  Daimler, Telekom und Cofiroute ihren vertraglichen Verpflichtungen &#252;ber ein Jahr lang nicht nachkamen und deshalb keine Maut eingenommen wurde.  Das bedeutete f&#252;r den Bundeshaushalt einen Verlust von circa 5 Milliarden Euro. Die Bundesregierung klagte bereits 2004 auf Schadenersatz und Konventionalstrafe; aber ein entsprechendes Schiedsgericht wurde erst 2009 eingerichtet und bislang gibt es nicht einmal Berichte &#252;ber Verhandlungen. </p>
<p>Wie bereits genannt, geht den Entscheidungen f&#252;r ein PPP Projekt ein Wirtschaftlichkeitsvergleich voraus.<br />
Diese Vergleiche ber&#252;cksichtigen keine „internen Transaktionskosten“. F&#252;r die &#246;ffentliche Hand f&#228;llt ein hoher personeller und finanzieller Aufwand an, weil er Vergabeprozess und die 20- bis 30j&#228;hrige Begleitung des Projekts organisiert werden muss und die gesamte externe Beratung (juristisch, technisch und wirtschaftlich) zugekauft wird.<br />
Auch die Transaktionskosten des Investors gehen zu Lasten der &#246;ffentlichen Hand, weil die Beraterhonorare , Bankprovisionen usw. des Investors in die Miete einflie&#223;en. </p>
<p>Der Investor hingegen hat es leicht. Er verkauft seine Forderungen an die &#246;ffentliche Hand, die aus den Mietkosten bestehen an eine Bank. Der Investor erh&#228;lt so die Gesamtsumme der Mieten und die &#246;ffentliche Hand zahlt an die Bank. Die &#246;ffentliche Hand verzichtet damit auf ihre Rechte &#8211;  Mietminderung, M&#228;ngelklage usw.. Das hei&#223;t wenn der Investor in Insolvenz geht (so geschehen bei der Londoner U-Bahn) guckt die &#246;ffentliche Hand in die R&#246;hre.</p>
<p>F&#252;r die Investoren rechnen sich die langfristigen Vertr&#228;ge schon aus Steuerg&#252;nden.  So ist es f&#252;r sie g&#252;nstig, die Grundst&#252;cke zu erwerben, auf denen die PPP Projekte durchgef&#252;hrt werden, weil sie als  langfristige Eigent&#252;mer Steuerersparnisse geltend machen k&#246;nnen.<br />
Dar&#252;berhinaus gibt es weitere M&#246;glichkeiten f&#252;r die Unternehmer wie 6b Fonds, so dass bei einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung deutlich wird, dass PPP Projekte zu hohen zus&#228;tzlichen Steuerverlusten f&#252;r die &#246;ffentliche Hand sorgen.</p>
<p><strong>Die Pr&#228;sidenten der Landesrechnungsh&#246;fe haben schon 2006 gewarnt:</strong><br />
“Die Pr&#228;sidentinnen und Pr&#228;sidenten der deutschen Rechnungsh&#246;fe d&#228;mpfen die PPP-Euphorie bei der privatwirtschaftlichen Realisierung &#246;ffentlicher Investitionen (Public Private Partnership). PPP ist zun&#228;chst nur eine von mehreren Finanzierungsformen. Der Vorsitzende der Pr&#228;sidentenkonferenz Dr. Heinz Fischer-Heidlberger: &#8220;<em>PPP ist keine neue Geldquelle.</em>&#8221;<br />
“St&#228;dten, Gemeinden und auch L&#228;ndern, die finanziell angeschlagen sind, hilft dieses Instrument nicht weiter. Bei Finanzierungsengp&#228;ssen wird es von der &#246;ffentlichen Hand h&#228;ufig als Ausweg angesehen, um Investitionen zu realisieren und Wachstumsimpulse zu setzen. Mittel- und langfristig ein gef&#228;hrlicher Weg, weil auch hier die Finanzierungslast in die Zukunft verschoben wird. Die deutschen Rechnungsh&#246;fe fordern deshalb eine sorgf&#228;ltige und realistische Bewertung von Chancen und Risiken und haben gemeinsame Grunds&#228;tze aufgestellt, die zu beachten sind:<br />
	- 	Bei PPP-Projekten treten andere laufende Ausgaben an die Stelle von Zins- und Tilgungslasten und belasten k&#252;nftige Haushalte in gleicher oder &#228;hnlicher Weise. Nur nachgewiesene und haushaltswirksame Effizienzgewinne k&#246;nnen zur Haushaltsentlastung beitragen.<br />
	-	PPP-Projekte, die sich die &#246;ffentliche Hand konventionell finanziert nicht leisten kann, darf sie sich ebenso wenig alternativ finanziert leisten.<br />
	-	Die Wirtschaftlichkeit eines Projekts muss in jedem Einzelfall und &#252;ber die gesamte Laufzeit hinweg (Lebenszyklusansatz) nachgewiesen sein.<br />
	 	Zwischen der &#246;ffentlichen Hand und dem privaten Partner ist eine angemessene und wirtschaftliche Risikoverteilung vorzunehmen.<br />
	- 	Die &#246;ffentliche Hand darf sich durch PPP-Projekte nicht aus dem Vergaberecht „stehlen.<br />
	- 	Die Komplexit&#228;t von PPP-Projekten stellt besonders hohe Anspr&#252;che an die Vertragsgestaltung. Fehlerhafte Vertr&#228;ge haben unmittelbare Auswirkung auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts.<br />
	- 	PPP-Projekte sind w&#228;hrend ihrer gesamten Vertragslaufzeit im Haushalt klar darzustellen. Die Belastung k&#252;nftiger Haushalte muss eindeutig erkennbar sein.<br />
	 	Die Pr&#252;fungsrechte der Rechnungsh&#246;fe sind sicherzustellen.<br />
	- 	Im kommunalen Bereich handelt es sich bei PPP-Projekten h&#228;ufig um kredit&#228;hnliche Gesch&#228;fte, die in fast allen L&#228;ndern der Genehmigung der Kommunalaufsichtsbeh&#246;rde bed&#252;rfen. Von staatlicher Seite sollten Mindestanforderungen f&#252;r PPP-Projekte vorgegeben werden.</p>
<p>Diese Grunds&#228;tze wurden auf der Konferenz der Pr&#228;sidentinnen und Pr&#228;sidenten der Rechnungsh&#246;fe des Bundes und der L&#228;nder am 3. und 4. Mai 2006 in M&#252;nchen verabschiedet. (<a href="http://www.orh.bayern.de/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=256&#038;Itemid=40">Quelle</a>)</p>
<p>Der Staat braucht neue, wesentliche Einnahmen: Kapitalgewinne, Kapitaltransaktionen, gro&#223;e Verm&#246;gen und Einkommen, von denen es noch nie soviel gab wie heute, m&#252;ssen h&#246;her oder &#252;berhaupt erst besteuert werden. Die neue Regierungskoalition der Bankrotteure ist dazu aber offenbar, genau wie ihre Vorg&#228;nger, nicht in der Lage.<br />
Die Privatisierungen haben  dem Staat keine Entschuldung gebracht, sondern nur neue Schulden. Damit ist er &#228;rmer und abh&#228;ngiger als vorher. Es wurden Arbeitspl&#228;tze vernichtet, ohne dass sich Leistungen f&#252;r die B&#252;rgerInnen verbessert haben. Das ist heute nach einer Forsa Umfrage die Meinung der Mehrheit der Bev&#246;lkerung.<br />
An PPP verdienen Banken, Berater und Konzerne.  Statt einer Verbesserung der Qualit&#228;t durch die PPP-Projekte gibt es einen  zunehmenden  Filz von Politik, Privatwirtschaft, Beratungsfirmen und Anwaltsb&#252;ros.</p>
<p><strong>Die Verschuldung der &#246;ffentlichen Haushalte veringert sich nicht, vielmehr werden die Zahlungsverpflichtungen in die Zukunft verschoben und am Ende vergr&#246;&#223;ert.  Am Ende zahlen immer B&#252;rgerinnen und und B&#252;rger die Zeche  – als VerbraucherInnen, SteuerzahlerInnen und Besch&#228;ftigte.</p>
<p>- PPP f&#246;rdert Billigl&#246;hne<br />
- PPP ist die schleichende &#220;bernahme grundlegender Daseinsbereiche, deren<br />
  Privatisierung und damit verbunden die Enteignung der steuerzahlenden  B&#252;rgerInnen.</strong></p>
<p>Gespart wird nur von den “Generalunternehmern” (Konzernen) und das zu Gunsten von Profiten und zu Lasten von Qualit&#228;t.</p>
<p>Allein das Volumen der PPP Projekte bedingt, dass nur gro&#223;e Unternehmer sie durchf&#252;hren k&#246;nnen. Die lokale Bauwirtschaft als sogenannter Mittelstand wird wie betrieben h&#246;chsten &#252;ber Submissionsvertr&#228;ge eingebunden. Das bedeutet f&#252;r die Arbeitnehmer vor Ort, dass sie total von  Gro&#223;unternehmen abh&#228;ngig und durch sie erpressbar sind.<br />
Nur wenn die Kommunen die Auftr&#228;ge an die regionalen Betriebe vergeben, schafft sie tats&#228;chlich Arbeitspl&#228;tze und hilft damit sich selbst.<br />
Nur das beinhaltet die F&#246;rderung des Mittelstandes, die alle  Parteien in ihren Sonntagreden betonen.</p>
<p><strong>- PPP ist kein Mittel zur Entlastung oder gar Stabilisierung der &#246;ffentlichen Kassen.<br />
- PPP ist eine dauerhafte Belastung, bzw. versteckte Kreditaufnahme, weil sie im Haushalt anders verbucht werden. Der einzige Vorteil besteht in der Verschleierung  der Verschuldung.<br />
- PPP ist keine Finanzierungsalternative. Sie ist eine privatwirtschaftliche Methode, um hohe Renditen zu erzielen.</strong></p>
<h3>Was k&#246;nnen wir machen?</h3>
<p>sich kein X f&#252;r U vormachen lassen<br />
<strong>• Aufkl&#228;rung betreiben und die Hintergr&#252;nde von &#214;PP und PPP &#246;ffentlich machen!<br />
• Druck aus&#252;ben auf  Abgeordnete und von SPD, Gr&#252;nen und Linken und ihr widerspr&#252;chliches Verhalten hinterfragen<br />
• Kommunal keine Parteien w&#228;hlen &#8211; selbst die   “Antiprivatisierungspartei”  DieLinke sitzt in den Bundesl&#228;ndern und Kommunen im Boot &#8211; siehe Berliner Wasserwerke</strong> </p>
<p><strong>Lobbyistenorganisationen</strong><br />
Die Unternehmen, Banken, Berater und sonstigen Profiteure haben sich schon seit Jahren in verschiedenen Lobbyorganisationen zusammengeschlossen, darunter:<br />
<a href="http://www.bppp.de">Bundesverband PPP</a><br />
Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, Bayerische Landesbank, Commerzbank AG, Deloitte Consulting GmbH, DEPFA Bank plc, DKB Deutsche Kreditbank AG, Ernst + Young Real Estate GmbH, Bilfinger Berger Hochbau GmbH, Hochtief PPP Solutions GmbH, STRABAG Real Estate GmbH, KEWOG St&#228;dtebau GmbH, KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG,  Nieders&#228;chsiches Ministerium f&#252;r Inneres, Sport und Integration, PriceWaterhouseCoopers Corporate Finance GmbH, White &#038; Case LLP und weitere<br />
http://www.ppp-plattform.de (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.)</p>
<p>http://www.developp.de</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Missbrauch: SPD, GR&#220;NE und SSW t&#228;uschen in der Kinderbeteiligung zum Zentralbad</title>
		<link>http://mitmachen.dd-kiel.de/2010/03/04/spd-gruene-und-sswtaeuschen-in-der-kinderbeteiligung-zum-zentralbad/</link>
		<comments>http://mitmachen.dd-kiel.de/2010/03/04/spd-gruene-und-sswtaeuschen-in-der-kinderbeteiligung-zum-zentralbad/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 22:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 4. M&#228;rz 2010; ] In der Ausgabe der KN vom 04.03.1010 freuen sich die jugendpolitischen Sprecher der Kooperation (SPD-GR&#220;NE-SSW) in der Kieler Ratsversammlung &#252;ber die von der Kommunalaufsicht (auch gern kommunale Nachsicht genannt) abgelehnten Beschwerde der Linken zur fehlenden Kinder- und Jugendbeteiligung im Zusammenhang mit der Kieler B&#228;derlandschaft.  GR&#220;NE und SPD zeigen damit einmal mehr ihre wahre Gesinnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">4. M&auml;rz 2010</td></tr></table><p><strong>In der Ausgabe der KN vom 04.03.1010 freuen sich die jugendpolitischen Sprecher der Kooperation (SPD-GR&#220;NE-SSW) in der Kieler Ratsversammlung &#252;ber die von der Kommunalaufsicht (auch gern kommunale Nachsicht genannt) abgelehnten Beschwerde der Linken zur fehlenden Kinder- und Jugendbeteiligung im Zusammenhang mit der Kieler B&#228;derlandschaft.  GR&#220;NE und SPD zeigen damit einmal mehr ihre wahre Gesinnung in Bezug auf demokratische Teilhabe.<br />
Die Kommunalaufsicht f&#228;llt mit ihrer Einsch&#228;tzung weit hinter die Sichtweise eines Gutachtens des Landtags in Schleswig-Holstein zur&#252;ck, das auf Initiative der Gr&#252;nen im Landtag zustande kam. </p>
<p>Doch damit nicht genug!<br />
Zus&#228;tzlich wird die Ratsfraktion Direkte Demokratie &#246;ffentlich auf der Webseite von SPD und Gr&#252;nen denunziert und die KN &#252;bernimmt es ungepr&#252;ft.</strong><br />
<span id="more-1230"></span><br />
<em>“Leider gl&#228;nzten auch hier die Parteien „Die Linke“ und die Direkte Demokratie“ obwohl es um die Jugendbeteiligung nach § 47 f der Gemeindeordnung ging, durch Nichtanwesenheit. Schade, die Kinder h&#228;tten es wirklich verdient.”<br />
Auf Einladung konnten sich die Fraktionen am 12. Februar 2010 in der Jugendherberge Gaarden die tollen Ergebnisse der Kinder anschauen und auch mit den Jugendlichen reden. Wir waren sehr angetan von den Ideen und den Ergebnissen der Jugendlichen und haben auch ihre gute Stimmung mit ins Rathaus zur&#252;ckgenommen. </em></p>
<p>Nun stellt sich die Frage wer l&#252;gt – denn nach der Auskunft der B&#228;der GmBH wurde keine Fraktion eingeladen.<br />
Das wir dort genauso wenig WIE ALLE ANDEREN  nicht teilgenommen haben ist hingegen richtig. Ein Schuh wird jedoch daraus, wenn wir anschauen, was Volkhard Hanns, Markus Engelmann, Torsten Stagars, Kirsten Wegner und Antje Danker weglassen.<br />
Die Ratsfraktion Direkte Demokratie hat keine Einladung zu der Beteiligungsveranstaltung bekommen. Im Gegenteil. Unser Fraktionsb&#252;ro hat fr&#252;hzeitig bei der Verwaltung nachgefragt und wurde an die Kieler B&#228;der GmbH verwiesen, von der die Veranstaltung organisiert wurde.<br />
Die B&#228;der GmbH erteilte die Auskunft, dass die Parteien nicht zugelassen seien.  Lediglich der Aufsichtsrat der B&#228;der GmBH durfte in der letzten halben Stunde teilnehmen.<br />
Dem sind wir ebenso nachgekommen, wie alle anderen Fraktionen.<br />
In der letzten halben Stunde war NUR Ratsherr Stagars (als Mitglied des Aufsichtsrats) anwesend.<br />
Weder Kirsten Wegner (Gr&#252;ne) noch Antje Danker (SSW) noch Herr Volkhard Hanns (SPD) selbst waren also dort, wie die Meldung auf der SPD Webseite glauben machen m&#246;chte. Die ebenfalls Und auch Ratsmitglieder der CDU und FDP vermitteln m&#246;chte. Daraus ergibt sich, dass auch die Ratsmitglieder der CDU und FDP mit “Abwesenheit gl&#228;nzten”.</p>
<p>Pfui, die Herren Hanns,  Engelmann, Stagars sowie die Damen  Wegner und  Danker &#8211; das ist keine Vorbildfunktion f&#252;r Kinder- und Jugendliche.</p>
<p><strong>Anmerkung:</strong><br />
Wir haben das Argument der B&#228;der GmbH das die Fraktionen nicht teilnehmen sollen, weil man die Kinder “nicht manipulieren wolle” akzeptiert. Dennoch k&#246;nnen wir es nicht teilen.<br />
Das Argument geht von einer Manipulation durch teilnehmende Fraktionen aus.  Unsere Motivation jedoch war es, zu kontrollieren, ob die Rechte der Kinder und Jugendlichen gewahrt bleiben.</p>
<p>Zugelassen zu der Veranstaltung war aber der Aufsichtsrat der Kieler B&#228;der GmbH!<br />
Mitglieder:<br />
Torsten Stagars Vorsitz Aufsichtsrat  SPD<br />
Rainer Tschorn Aufsichtsratsmitglied,entsandt  CDU<br />
Dirk Scheelje Aufsichtsratsmitglied,entsandt B&#252;ndnis 90/DIE GR&#220;NEN<br />
Stadtrat Adolf-Martin M&#246;ller Mitglied kraft Amt parteilos<br />
Bernd Vogelsang Verw.RatsErsatzmitgl.,entsandt  SPD<br />
Michael Frey Verw.RatsErsatzmitgl.,entsandt  CDU<br />
Sharif Rahim Verw.RatsErsatzmitgl.,entsandt B&#252;ndnis 90/DIE GR&#220;NEN </p>
<p>Einziger Anwesender: Herr Stagars</p>
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